Was tun wenn Ischiasnerv schmerzt?

Der Ischiasnerv (in der Fachsprache auch bezeichnet als Nervus ischiadicus) ist der längste Nerv im menschlichen Körper. Seinen Ursprung nimmt der Ischiasnerv im unteren Rückenmark und erstreckt sich von dort bis in die Füße. Ist der Ischiasnerv beispielsweise entzündet oder eingeklemmt, kann das zu starken Schmerzen führen. Findet keine frühzeitige Behandlung statt, kann es außerdem zu einer Chronifizierung der Schmerzen kommen. Bei der Behandlung von Schmerzen, die vom Ischiasnerv ausgehen, gibt es verschiedene Methoden.

Den Ischiasnerv behandeln:

Eine effektive Behandlung von Schmerzen, die vom Ischiasnerv ausgehen, hängt unter anderem von der Ursache ab, die zu den Schmerzen führt. Allgemein lässt sich allerdings sagen, dass es den Ischiasnerv zunächst entlastet, wenn eine körperliche Schonung erfolgt. Eine geeignete Position, um einen schmerzenden Ischiasnerv zu entlasten, ist beispielsweise eine sogenannte Stufenlagerung. Dies bedeutet, dass der Körper in eine liegende Position gebracht und die Beine hoch gelagert werden. Dabei sollten die Beine angewinkelt sein, wie dies beim Sitzen erfolgt. In vielen Fällen trägt außerdem Wärme dazu bei, die bei Schmerzen verspannte Rückenmuskulatur zu entspannen. Eine entsprechende Wärme kann beispielsweise von einem Rotlicht oder einem Wärmepflaster ausgehen.
Liegt den Schmerzen, die vom Ischiasnerv ausgehen, die Verrenkung eines oder mehrerer Wirbel zugrunde, liegt eine mögliche Behandlungsmethode in der Deblockierung des entsprechenden Wirbels durch einen Orthopäden. In vielen Fällen ist auch ein Bandscheibenvorfall für einen schmerzenden Ischiasnerv verantwortlich. Können die Schmerzen nicht durch konservative Therapiemethoden wie Massagen oder Wärmeanwendungen behoben werden, kann es hier in einigen Fällen notwendig werden, chirurgische Maßnahmen zu ergreifen. Ein sogenannter minimalinvasiver Eingriff besteht dabei beispielsweise in einer Verödung des Bandscheibenkerns. Führt auch diese Maßnahme nicht zum gewünschten Erfolg, sind weitere, umfassendere chirurgische Eingriffe möglich. Eine alternative Behandlungsmethoden des Ischiasnervs stellt beispielsweise die Akkupunktur dar.
Den Ischiasnerv behandeln kann man bei starken Schmerzen unter anderem auch mit schmerzlindernden (analgetischen) Medikamenten. Eine solche Schmerzbehandlung kann neben einer ursächlichen Therapie der Problematiken, die die Schmerzen des Ischiasnerv hervorrufen, erfolgen. Die Gabe entsprechender Schmerzmittel kann beispielsweise über Injektionen erfolgen. Sind die Schmerzen, die vom Ischiasnerv ausgehen, mit einer Entzündung des Nervs verbunden, können in der Therapie auch kortisonhaltige Präparate zum Einsatz kommen. Das verabreichte Kortison soll dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung des Entzündungsherdes zu vermeiden und den Heilungsprozess der vorliegenden Entzündung zu beschleunigen.
Eine Physiotherapie wird gegen Schmerzen am Ischiasnerv beispielsweise angewendet, wenn die entsprechende Ursache der Schmerzen nicht mehr akut ist. Eine solche Physiotherapie kann unter anderem dazu dienen, die Muskulatur des Rückens nach einer längeren Zeit der körperlichen Schonung wieder aufzubauen und zu stärken.

Ischiasschmerzen vorbeugen:

Sind Ischiasschmerzen überstanden, lässt sich erneuten Schmerzen beispielsweise durch gezielte Bewegung effektiv vorbeugen. Mithilfe physiotherapeutischer Übungen lässt sich die Rückenmuskulatur trainieren, die der Wirbelsäule dann einen festeren Halt ermöglicht. Geeignete Sportarten zur Vorbeugung von Ischiasschmerzen sind beispielsweise Wassergymnastik oder Nordic Walking. Beide Sportarten gelten als gelenk- und rückenschonend.

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