Mobil Leben

18.06.13

Könnt ihr es euch vorstellen ein Leben ohne festen Wohnsitz zu führen? Im ersten Moment vielleicht nicht. Aber denkt mal genauer darüber nach. Leben ohne festen Wohnsitz hat durchaus weitreichende Vorteile!

Das Interessante bei meiner Recherche zu diesem Thema war, dass ich beim Suchen nach weiteren Vorteilen zum Leben ohne festen Wohnsitz via Google nur Suchergebnisse für Obdachlose bekam. Zumindest auf den ersten Seiten. Das Thema ohne festen Wohnsitz zu leben, scheint wohl nicht gerade mit positiven Erfahrungen gespickt zu sein. Doch das stimmt so nicht ganz. Es gibt bereits einige Menschen auf diesem Planeten, die es geschafft haben und glücklich sind ohne eine Wohnung oder ein Haus. Man stellt sich das Ganze nur viel komplizierter vor, als es ist und malt sich die größten Katastrophen aus, die ein heimatloses Leben mit sich bringen könnte! Über die Vorteile denken die Meisten schon gar nicht nach, weil allein die Vorstellung so absurd klingt, dass es schon weh tut. Aber lasst den Gedanken mal zu und stellt euch vor, wie es sein könnte ; )

Ballast adieu!

Ballast ist etwas demotivierendes. Egal ob es sich dabei um einen voll gestopften Keller, unnötige Fahrzeuge oder ein ganzes Haus handelt. Materielles kann sehr stark abhängig machen und belasten. Natürlich muss jeder selbst entscheiden, was für ihn Ballast ist und was nicht. Doch ich bin der Meinung, dass vieles unseres materiallien Besitzes unnütz ist. Ob das die eigene Wohnung oder ein Haus ist, muss jeder für sich entscheiden. Viele sind sehr glücklich mit ihrem festen Wohnsitz, weil er ihnen Sicherheit vermittelt. Für andere dagegen ist eine Immobilie oder eine Wohnung eine enorme Belastung, weil sie dafür Schulden machen mussten und diese Last viele viele Jahre mit sich herum schleppen.

Und das Blöde daran ist leider häufig, dass durch die große finanzielle Bindung an ein Mietobjekt oder Eigentum das Geld für viele andere schöne Sachen fehlt. Und damit meine ich jetzt nicht weitere materielle Dinge. Viel mehr meine ich damit die Flexibilität, Freiheit und Mobilität. Das Reisen steht häufig ganz oben auf der Wunschliste. Eigentlich würden viele gerne die Welt entdecken und die verschiedensten Länder dieser Erde erkunden. Doch wann und wie soll das gehen? Das Verabschieden vom festen Wohnsitz kann die Lösung sein. Für viele hat damit schon das Ende vom Hamsterrad begonnen, von dem immer alle reden.

Reisen ohne Grenzen

Wer es realisieren kann ohne festen Wohnsitz trotzdem weiterhin Einnahmen zu generieren, hat gute Chancen seine Mobilität zu steigern. Stellt euch vor ihr hättet das ganze Geld, das ihr für Miete, Tilgung, Nebenkosten und vieles mehr ausgebt zum Reisen zur Verfügung. Nicht selten sprechen wir hier von 1.000 Euro monatlich und mehr! Allein schon durch Miete, Nebenkosten und zusätzlich Verpflichtungen kommen erschreckende Summen zusammen. Was ihr wohl mit diesem vielen Geld anfangen könntet, wenn ihr das mobile Leben für euch entdeckt? Ihr werdet überrascht sein, was ihr von der Welt alles sehen könntet. Amerika, Australien, Afrika und vieles mehr. Länder, die in greifbare Nähe rücken würden, hättet ihr das Geld zur Verfügung, das für euren festen Wohnsitz draufgeht. Besonders attraktiv wird das Reisen, weil selbst längere Aufenthalte im Ausland oft günstiger ausfallen, als unser Leben hier.

Ohne Standort-Bindung arbeiten

Keine Frage: Das Leben ohne Wohnsitz ist nicht für jeden geeignet. Wer beispielsweise einen eigenen Laden oder eine Werkstatt hat, diese selbst führt und die Arbeit liebt, wird es schwer haben ohne Wohnsitz. Aber gerade im Zeitalter des Internets bietet sich für zahlreiche Menschen die Möglichkeit von überall aus zu arbeiten. Meistens denkt man aber erst gar nicht darüber nach, weil es ja niemand macht und schon die Idee lächerlich klingt. Wie soll denn das gehen? Ich brauche doch mein Büro, meine Ausstattung und meine Kontakte.

Aber habt ihr den Fall der Fälle wirklich schon mal von vorne bis hinten durchdacht? Braucht ihr wirklich ein Office? Oder könntet ihr euch auch den Laptop schnappen und an den Strand liegen zum Arbeiten? Nur mal drüber nachdenken bitte.

Wer das Buch „Die 4-Stunden Woche*“ von Timothy Ferriss schon gelesen hat, wird vielleicht schon ahnen worauf ich hinaus will. Auf das mobile Leben, das Ferriss in seinem Buch beschreibt. Er hat es für sich entdeckt und erläutert ausführlich wie es funktioniert. Sein Zusammenhang ist nur etwas anders. Er beschreibt zuvor, wie man seine Geschäftsprozesse automatisiert und so mobil und flexibel wird.

Die Vorbereitungen

Ich will an dieser Stelle gar nicht genauer auf die Vorbereitungen eingehen, die für ein mobiles Leben notwendig sind. Im Prinzip ist es aber grundsätzlich so, dass ihr euch von allem unnützen Ballast trennen müsstet. Nicht nur das Auto und die Wohnung müssten weg. Auch der Hausrat muss extrem reduziert werden. Es sei denn ihr habt Geld genug, um alles einzulagern. Wer weiß – vielleicht wäre es ja auch möglich die eigene Wohnung lediglich für ein oder zwei Jahre oder sogar erst einmal nur einige Monate aufzulösen. Ihr könntet euren restlichen Besitz einlagern lassen oder bei jemandem vorübergehend aufbewahren und für die bevorstehende Zeit das mobile Leben ausprobieren! Wie wäre es mit einer zeitlich festgelegten Testphase eures neuen Lebens?

Testphase gefällig?

Es ist längst nicht so weit hergeholt, wie einige von euch in diesem Augenblick denken! Nur besteht meistens eine Blockade in uns, die uns diesen Gedanken verbietet. „Ich kann doch nicht einfach abhauen. Schließlich habe ich Verpflichtungen.“ Jeder hat Verpflichtungen. Aber habt ihr wirklich schon mal intensiv darüber nachgedacht, ob es umsetzbar ist? Was wäre wenn? Könntet ihr auch vom Ausland aus eure Geschäfte verwalten und Kunden betreuen? Dank Internet ist das für viele Selbstständige, Freiberufler und Co. durchaus möglich. Nur macht man sich meistens erst gar nicht die Mühe alles zu durchdenken und die möglichen Alternativen abzuwägen.

Die Ausreden

Das wollen zwar viele nicht hören, aber wer Fernweh hat und reisen möchte, sollte es tun und die Ausreden hinter sich lassen. Immobilien, Kinder und was auch immer – dies sind in der Regel Ausreden, die genutzt werden, um ein mobiles Leben bzw. das Reisen vor sich herzuschieben. Leider, muss man sagen. Ich weiß, dass es nicht jedem so geht, aber einige unter euch haben garantiert ein Kribbeln im Bauch, wenn sie daran denken in ferne Länder zu reisen : ) Wenn es so ist, solltet ihr euer aktuelles Leben vielleicht ein Mal überdenken.

Wer sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen will, sollte das bereits erwähnte Buch von Ferriss lesen. „Die 4-Stunden Woche*“ beschäftigt sich unter anderem mit diesem Thema.

Über den Autor: Gaby

Ich bin Gaby, Unternehmerin und Bloggerin. Ich hoffe euch gefallen die Artikel und freue mich immer über Feedback oder wenn ihr die Artikel bei Gefallen teilt ;-)

72 Kommentare für “Leben ohne festen Wohnsitz”

  1. Sehr schöner Artikel. Ich habe mich in den letzten 8 Jahren viel in der Welt „herumgetrieben“. Aber der Gedanke daran, meinen Wohnsitz in dieser Zeit komplett aufzugeben, ist mir noch nicht gekommen. Doch es ist ein interessanter Gedankengang. Und ich erlaube mir, diesen mal in den nächsten Tagen weiterzudenken.

    Vielen Dank für den Impulse.

    Antworten
    • Hallo Michel,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, wenn mein Beitrag dich inspiriert hat.

      Ja in der Tat ist es eine außergewöhnliche Vorstellung.
      Aber für viele könnte es eine interessante Alternative sein.

      Bin gespannt, was bei deinen Gedanken herauskommt ; )

      Viele Grüße

      Antworten
      • Mich würde interessieren wie das ganze in der Praxis aussehen würde. Zb Wo wäscht man die Wäsche, wo findet man eine Unterkunft, morgen auch mal Privatsphäre?

        Antworten
        • Hallo Daniel,

          vielen Dank für deinen Kommentar.
          Deine Fragen sind natürlich berechtigt. ; )
          Die Umsetzung in der Praxis ist zu Beginn garantiert eine große Herausforderung.
          Zudem hängen die Einzelheiten stark vom jeweiligen Aufenthaltsort ab.
          Das Leben ohne festen Wohnsitz muss gewollt, aber auch gut organisiert sein. So weit man das eben organisieren kann ; )

          Ich denke, dass man dieses Leben nicht 100% planen kann. Da kommen bestimmt einige Probleme auf einen zu, die man nicht
          einkalkulieren kann. Generell muss man denke ich jemand sein, der improvisieren kann.

          Viele Grüße

          Antworten
      • Thomas Jacobasch

        Hallo
        Ich lebe seid 1989 auf der Straße und es geht mir sehr gut, es gab auch Tage am anfangs wo ich es gehasst habe auf der Straße zu sein. Aber es gibt viel arten unterwegs zu sein durch Trennung durch Problemen durch Schicksale, aber ich wollte auf die Straße und lebe sehr gut dadurch man erlebt sehr viel und man kann sehr viel verarbeiten man lebt bewusster, und sensibler es ist toll das man so leben darf.

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        • Hallo Thomas,

          vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar : )
          Habe mich sehr darüber gefreut. Toll, dass du dein Leben so gestalten kannst, wie du es möchtest.
          Deine Nachricht hat mich neugierig gemacht: Wie verdienst du dir deinen Lebensunterhalt? Denn auch wer
          auf der Straße lebt, braucht ja einen gewissen Betrag, um sich zu ernähren usw.

          Wie machst du das?

          Ich würde mich sehr über ein Feedback freuen.

          Wünsche dir auf jeden Fall alles alles Gute und dass du weiterhin viel Freude am Leben ohne festen Wohnsitz hast : )

          Sei gegrüßt!

          Antworten
          • Thomas Jacobasch

            Hallo
            Ich arbeite auch hin und wieder aber es muss sich lohnen. Ich habe einen Bauern da arbeite ich für gutes Geld und wenn man sich das einteilt reicht es das ganze Jahr, außerdem spare ich es kann ja immer was sein, wie Krankheit oder was anderes. Ich muss ehrlich sagen das ist Freiheit und ich liebe es frei zu sein. Es gibt auch eine andere Seite, man ist alleine und hat keinen zum reden oder andere Sachen, aber ich glaube wenn man das leben so gewählt hat muss man damit leben. Es gibt auch Sachen wenn man im Sommer Zeltet und Leute kommen und möchten sich unterhalten dann redet man über ihre Probleme und man denkt man hat keine. Die sogenannten Sozialarbeiter die ich mittlerweile nur noch lachen kann versuchen einen in eine Schublade zu stecken und wenn man nicht ist wie sie wollen dann passt man nicht in die Gesellschaft, und manches mal erlebt man Armut haut na und es ist erschreckend wie die Gesellschaft mit solchen Menschen um geht. Oder das Bild was die Gesellschaft hat von einen ohne festen Wohnsitz, das er nur trinkt und Schmutzig ist, ich für meinen teil bin immer sauber habe auch immer iPhone und iPad dabei wenn’s einen mal packt wegen Arbeit. Es gibt auch Soziale Sachen aber ich muss sagen die helfen einen nicht weil sie wissen nicht was sie machen sollen, der letzte der auf der Straße steht ist man dann selbst. Ich bin Winter wie Sommer nur draußen und bis jetzt habe ich keinen Tag bereut, es macht Spaß es gibt nichts auf der Straße was man nicht haben kann.

          • Hallo Thomas,

            wow, ich muss sagen, ich bewundere dich und deine Einstellung. Du hast dich dafür entschieden mit wenig auszukommen
            und bist damit sicherlich glücklicher als so mancher mit Haus, Auto und Co. Mir selbst geht es manchmal so: Man hat so viel Kram (und ich gehöre zu denen, die nicht wahllos einkaufen und nur das behalten, was tatsächlich „benötigt“ wird), aber dennoch kommt es einem manchmal vor wie Ballast. Wir wollen, wenn es klappt noch dieses Jahr versuchen von unterwegs aus zu arbeiten, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es ist nicht in einem Büro zu sitzen, sondern draußen zu sein bzw. eben nicht zuhause. Mal sehen wie das wird.

            Ich finde deinen Lebensstil auf jeden Fall sehr interessant und wünsche dir weiterhin alles alles Gute und vor allem Gesundheit.
            Bleibe dir treu und lasse dich nicht von der Gesellschaft unterkriegen. : )

            Was ich vergessen habe zu fragen: Lebst du eigentlich in Deutschland auf der Straße oder im Ausland, bzw. beides?

            LG

    • Also hallo erstmal ich bin damals ungewollt obdavhlos geworden und habe die ganze harte szene mitbekommen und ich habe mich von allen abgekapselt und mit nun seit 9 jahren obdachlos ich habe Arbeit und zahle meine krankenversicherung aber ich war damals schwer krank und hatte keine Lust mehr heutzutage bin ich froh das ich soviel bisher von der Welt gesehen habe mit mein 28 jahren ich bereue nichts und habe nur gute Erfahrungen gemacht und gesund bin ich zudem auch wieder gewurden natürlich kann es auch mal gefährlich sein aber wo ist man heute noch sicher …. Ich hoffe das ich noch bis zur Rente durchhalte…

      Antworten
      • Hallo dwniz,

        vielen Dank für deine offenen Worte!
        Ich bewundere dich für deinen Mut alles anders zu machen, als die große Masse.
        Sicherlich war die Zeit hart, aber wie du geschrieben hast, auch gleichzeitig interessant und lehrreich.

        Ich finde es sehr spannend die Geschichten von Menschen zu lesen, die versuchen anders zu leben. Darf ich fragen, wie
        ein Tag bei dir in deinem Leben abläuft? Bestimmt würden das auch andere Leser gerne wissen. Denn man kann sich heute
        kaum vorstellen, dass jemand freiwillig obdachlos ist. Doch du bist ein gutes Beispiel dafür, dass es eben doch geht, wenn man
        es für sich möchte. Mich würde zum Beispiel interessieren, wie du das im Winter machst, wenn es draußen eisig ist. Oder auch
        ob du die neun Jahre bisher an verschiedenen Orten gearbeitet hast und wenn ja wo…

        Du siehst, ich bin neugierig ; ) Ich hoffe ich habe nicht zu viel gefragt und ich finde es völlig
        in Ordnung wenn du nicht weiter ins Detail gehen möchtest. Aber es ist eben so selten, dass sich jemand meldet mit einer derartigen Geschichte.
        Ich bin einfach begeistert von Leuten wie dir, die ausgebrochen sind aus dem sogenannten „Hamsterrad“. Auch wenn es bei dir zunächst unfreiwillig passiert ist. Aber du hast weiter gemacht und das finde ich sehr bemerkenswert. Respekt!

        Viele Grüße

        Antworten
    • Horst der Rudolf von Saldenburg

      Hallo Gaby, tja ein wirklich interessanter Artikel. Meine Frau und sind gerade dabei den überflüssigen und kostenintensiven „Wohlstandsmüll“ zu entsorgen. Wir werden unser Haus in Niederbayern verkaufen und uns dann einen Wohn-LKW kaufen. Wir waren im Vorjahr und auch heuer auf der Allrad & Offroad in Bad Kissingen und sind dort auch bzgl. des Fahrzeuges fündig geworden. Jetzt stehen wir bereits mit den Herstellern (die wir persönlich kennen) der LKW-Container in E-Mail-Verbindung.
      Ich wünsche dir weiterhin gute Einfälle und vielleicht begegnen wir uns ja dann irgendwo auf unserem blauen Planeten. Gruß Horst

      Antworten
      • Hallo Horst,

        herzlichen Dank für deinen Kommentar : )

        Freut mich sehr für dich, dass du deinen Weg gehst und einen völlig anderen Lebensstil testen wirst. Bin super gespannt
        auf deine Erfahrungen. Falls du Lust und Zeit hast, würde ich mich riesig freuen, wenn du mal berichtet, wie das mit dem Wohn-LKW so läuft und welche Touren ihr macht. Hört sich super spannend an!

        Ja genau, wer weiß, vielleicht sieht man sich mal irgendwo : )

        Wünsche euch auf jeden Fall alles alles Gute und viel Spaß mit eurem neuen Zuhause : )

        LG Gaby

        Antworten
  2. Zu dem Thema kann ich nur sagen: Einfach mal den Mut haben und dem Alltag entfliehen. Wünschen wir uns nicht alle mal ein Leben ohne unsere Bürokratie? Einfach mal frei sein und das Leben geniessen. Wenn das mal so einfach wäre

    Antworten
    • Hallo Marco,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Einfach ist es sicherlich nicht. Aber auch nicht so kompliziert, wie wir uns das häufig vorstellen.
      Manchmal muss es ja nicht gleich ein Leben ohne festen Wohnsitz sein. Es kann ja schon reichen
      regelmäßig zu „flüchten“ und die Welt zu entdecken. Vielleicht ist reisen für einige eine gute Alternative um
      sich selbst besser kennen zu lernen und zu sehen, wie gut man klar kommt, wenn nicht alles perfekt organisiert ist ; )

      LG

      Antworten
  3. Mal ein paar neue Ideen mit dem Post. Sehr gut 🙂

    Ich finde es an sich auch sehr interessant einfach mal durch die Welt zu bummeln, aber kann mir vorstellen, dass es besser geht wenn man in seinem jeweiligen Beruf soweit Erfahrung hat, dass man damit auch nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist. Ein Bekannter von mir ist Tischler und er kann absolut überall arbeiten, speziell als Deutscher. Momentan macht er Work & Travel Richtung Australien. Müsste jetzt irgendwo in Thailand sein oder so.

    Antworten
    • Hallo Xavier,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Sicherlich hast du Recht. Es ist vorteilhaft, wenn man beruflich flexibel ist. Ansonsten
      wird es im Ausland oder auch Inland schwer. Auch die Erfahrung spielt eine Rolle. Ist sicherlich
      aber kein Muss. Grundsätzlich denke ich, dass man einfach wollen muss : ) Und manchmal heißt das, dass
      man es auch irgendwann ausprobieren muss. Sonst erfährt man nie, ob es etwas für einen ist…

      Dir alles Gute!

      LG

      Antworten
  4. Hallo Gabi,

    ein sehr schöner Artikel. Ich persönlich versuche es schon einige Zeit umzusetzen und es klappt auch teilweise total super. Wenn man sich erstmal von Besitz getrennt hat, erfährt man welchen Reichtum man innerlich hat.

    Ich stoße derzeitig nur auf ein Problem. Da ich reisende Künstlerin bin mit ein paar Kleinigkeiten die ich auf der Bühne aufbauen muss, habe ich ein Auto. Ohne eine Meldeadresse wird man mir wohl mein Auto irgendwann wegnehmen und auch mein Gewerbe kann ich nicht absetzen ohne Meldeadresse. Ansonsten lebe ich so wie jetzt WAHNSINNIG frei. Meine Bauchschmerzen sind eben nur dass ich meine Haupteinnahmequelle und mein Auto verliere, wenn ich mich nicht bald anmelde. Bisher habe ich nur Glück gehabt. Es ärgert mich, dass man als glückliche Person ohne festen Wohnsitz, die herum reisst wie ich und Geld verdient, gezwungen wird sich anzumelden. Das Gewerbe und mein Auto sind die derzeitigen Kopfschmerzen die ich habe. Ansonsten erlebe ich den innerlichen Reichtum und es ist so wunderbar …. man kann es kaum beschreiben wie frei und glücklich ich bin.

    Antworten
    • Hallo Franzi,

      es freut mich, dass du deinen Weg bereits gefunden und betreten hast.
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Schön zu wissen, dass sich einige doch trauen und das
      scheinbar unmögliche umsetzen!

      Zu deinen Bedenken kann ich dir den Blog von Benedikt Ahlfeld sehr empfehlen.
      Ich lese dort regelmäßig und er schreibt sehr viel zu diesem Thema. Unter anderem
      hat mich der Beitrag unter http://www.benediktahlfeld.com/blog/aussteigen sehr beeindruckt.

      Vielleicht findest du auf diesem Blog ein paar Antworten und Lösungen für dein derzeitiges Problem.

      Ich würde mich freuen, wenn du mir mal wieder schreibst und mitteilst, wie du weitergemacht hast.
      Das interessiert bestimmt auch viele andere potenziellen Aussteiger : )

      Wünsche dir alles alles Gute und viel Glück auf deinem ganz persönlichen Weg in die Freiheit!

      Sei vor allem stolz auf dich, denn so weit kommen nur die Wenigsten!

      Antworten
    • Grossenbacher Katharina

      Hallo

      Ich 47 Jahre alt bin seit Jahre am Reisen habe aber immer alles aufgegeben und bei Rückkehr
      immer Glück gehabt und was gefunden. Und das mit 45 zig . Leider lässt einem der Staat nicht gerne frei Ich war immer mit dem Rucksack unterwegs jetzt bin ich schon 2 Jahre am gleichen platz und die Routine nervt mich total ….sag im Auto Leben macht spass ich bin mir am überlegen meine Mansarde aufzugeben und im Auto zu leben oder mit wenig Geld nach Asien ..ich komme aus der Schweiz und viele rund um mich sind so konditioniert, es ist spürbar und blockierend ich bin Dipl Astrologin könnte mit Skype oder auf der Strasse verdienen es ist keine frage des Alters sondern der Einstellung. Danke

      Antworten
    • Katharina Grossenbacher

      Hallo

      Ich kann Dir nachfühlen, kann ich Dich fragen was für ein Auto hast Du? Wie machst Du es im
      Winter Danke

      Katharina

      Antworten
  5. Eigentlich würde ich es als Grundrecht eines Jeden betrachten, daß es möglich ist unter humanitären Bedingungen ein kleines Häuschen zu erwerben. Ich fragte mich auch schon, ob ich mir so ein Vorhaben zur Lebensaufgabe machen sollte. Bin aber letztendlich zu der Erkenntnis gekommen, daß das Leben schönere und wichtigere Dinge zu bieten hat. Ich kenne das Problem von Freunden. Dieser ewige Druck, daß man ja nicht krank oder arbeitslos wird, damit sich beim ersten Schicksalsschlag nicht die Bank alles unter den Nagel reißt. Man arbeitet sich kaputt, lebt nur noch für diese Hütte, ißt für den Rest seines Lebens Sonderangebote, kennt Urlaub nur noch vom Hörensagen und macht seine Familie damit kaputt. Und weil das immer noch nicht reicht, kommen nochmal 25.000,- bis 30.000 Euro an Grunderwerbsteuern und Notarkosten dazu. Abnahmezwänge für Anschlüsse und Leistungen, die kein Schwein braucht. Weil andere ihre Macht ausleben um sich an dir zu bereichern. Allen voran unser neues Zwangs-Pay-TV-System. Entmündigt auf deinem eigenen Grund und Boden, werden dir Vorschriften gemacht, was du zu tun und zu lassen hast. Für jeden abgesägten Ast kannst du dir gegen horrende Gebühren eine Genehmigung holen. Setzt du dir ein paar Seerosen in einen Teich, wird dein Grundstück unter Naturschutz gestellt. Oder deine Klärgrube, die seit Generationen zuverlässig läuft, entspricht plötzlich nicht mehr der Norm. Und hast du dann tausende von Euros für eine Neue ausgegeben und kannst endlich finanziell unabhängig kacken, dann bauen sie dir plötzlich eine völlig sinnlose Kanalisation hin, nur um sich laufende Einnahmen zu sichern. Doch dem nicht genug, drücken sie dir obendrein auch noch die Baukosten für den ganzen Kanalabschnitt drauf. Wenn’s ganz blöd läuft, machen sie dir auch noch deine Zufahrtsstraße neu, obwohl du nicht darum gebeten hast. Eine öffentliche Straße, auf öffentlichen Grund. Aber die Kosten werden wieder mal auf dich abgewälzt. Nur, weil du zufällig neben dieser Straße wohnst und die keine Lust zu Zahlen haben. Woher du die Kohle nimmst, ist denen scheißegal. Zur Not gibt’s schließlich noch dein Haus, das sich verwerten läßt. Du zahlst fortlaufend Grundsteuern für das Ding, nur weil es dir gehört. Wobei unter den Voraussetzungen von Eigentum eigentlich garkeine Rede mehr sein kann. Wenn’s hochkommt vielleicht ein eingeschränktes Nutzungsrecht. Niemanden hat der Staat besser im Griff als Immobilieneigentümer. Niemand ist so unflexibel und so angreifbar. Ich spreche aus Erfahrung!

    Ich suche seit Jahren einen Weg, geordnet und zivilisiert auszusteigen. Habe aber festgestellt, daß sich beim „Wohnen“ wie auch sonst auch nur alles um Kohle dreht, sonst wäre denen scheißegal, ob wir auf der Straße pennen oder nicht. Es ist eine nicht unbedeutende Einnahmequelle unseres Gesetzgebers, die er natürlich auch zu schützen weis. Egal ob das jetzt die Grundsteuer von Wohneigentum ist, oder die Einkommenssteuer eines Vermieters, nebst allen damit zusammenhängenden Kosten. Das Komplizierte bei mir persönlich ist, daß ich nicht allein, sondern Häuptling einer fünfköpfigen Familie bin. Bei mir geht es mehr in die Richtung eines großen, gepflegten Wohnmobils mit allem drum und ran. Aber da fangen die ersten Probleme schon an. Campingplätze sind teuer und werden nicht als Wohnsitz akzeptiert. Aber der Staat will nicht nur verdienen, er will auch Kontrolle und wissen wo wir uns befinden. Und dagegen hat man sich abgesichert, indem man genau für uns definiert was ein Wohnsitz ist und was nicht. Alternativen läßt man uns nicht, denn alles andere ist strafbar, wie z.B. „wildes Campen.“ Eben weil sie uns dafür nicht abziehen können. Ein „fast“ perfekt geschlossener Kreis von Abzocke. Eine Krankenversicherung könnten wir uns selbst bezahlen. Aber da sind noch mehr Probleme wie etwa Schulpflicht oder daß man uns die Kinder wegnehmen könnte, weil ein Wohnmobil nicht in deren Ideal paßt. Wahrscheinlich wird es dort hinauslaufen, daß wir uns im Ausland melden müssen. Doch das würde bedeuten, daß wir in Deutschland quasi garnicht mehr existent sind und das würde wieder andere Probleme mit sich bringen. Ich denke sich abzusondern und was „Eigenes“ aufzuziehen, weil der Gesetzgeber weder was zerreißt, noch Alternativen bietet ,kommt dem gleich, dem Staat an’s Bein zu kacken. Das lassen die sich nicht gefallen und haben entsprechend vorgesorgt.

    Antworten
    • Hallo Harri,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

      Ich habe schnell gemerkt, dass du bei diesem Thema schon einiges erlebt haben musst.
      Ich habe deinen Kommentar intensiv gelesen und konnte mir ein Grinsen teilweise nicht verkneifen.
      Nicht wegen deiner Angaben, sondern weil was wahres dran ist!

      Mit vielem was du schreibst, hast du absolut recht. Ich selbst weiß allerdings auch
      nicht zu 100%, was tatsächlich für mich das Beste wäre. Ich finde beides hat seinen Reiz und Vorteile als
      auch Nachteile. Viele von uns brauchen vielleicht auch einfach „DAS Zuhause“ um sich vollständig und heimisch zu fühlen.
      Viele kennen es von Zuhause auch gar nicht anders und können sich ein mobiles Leben überhaupt nicht vorstellen.
      Für viele ist es schwer sich draußen in der Welt daheim zu fühlen. Ich denke das liegt teilweise auch einfach
      an der Entwicklung unserer Gesellschaft. Viele treiben einfach mit ohne etwas zu hinterfragen. Du hast schon
      gezeigt, dass du das ganze System in Frage stellst und an Alternativen arbeitest. Find ich super, dass du kritisch an die Sache gehst!

      Ich denke jeder muss einfach für sich selbst entscheiden, ob er die negativen Seiten (die du unter anderem beschrieben hast) für
      die Vorteile, die ein Eigenheim ja auch bieten kann, in Kauf nehmen will. Was man eben nicht vergessen
      darf ist, dass es auch sehr viele Menschen gibt, die glücklich sind mit ihrem Eigentum.

      Es muss einfach klar sein, dass es eine Alternative gibt und ob man diese bevorzugt.

      Jeder ist individuell und muss seinen eigenen Weg machen.

      Ich bin sehr gespannt wie es für dich weitergeht und wünsche dir alles Gute.

      Würde mich freuen, wenn du weitere Erfahrungen mit uns teilst. Es ist grundsätzlich ein sehr spannendes Thema finde ich!

      LG : )

      Antworten
    • Naja es gibt schon Möglichkeiten! Z.b. untertauchen. Ich hatte mal eine Situation , da hätte ich das tun können. Irgendwie ärgere ich mich bis heute noch das ich das nicht getan hab.
      Ich hatte die Möglichkeit mit jemanden eine Wohnung zu teilen(Roomsharing). Diese Person wollte die sauch nicht dem Vermieter melden. Da dieser eh 600 km weit weg wohnte ;).
      3 Tage die Woche hätte ich die Wohnung für eine sehr günstige Miete haben können , so das ich noch mir eine 2. Roomsharing-Wohnung mir hätte leisten können(klar ein bischen Zeit und Eigeninitiative brauch man). So hätte ich natürlich einfach ohne Anmeldung leben können. Natürlich ist man dann immer noch ein bischen Abhängig und was ist wenn man streit hat mit dem Kollegen hat usw.. Aber ein interessanter Gedanke ist das schon , der mich nicht mehr los lässt. Die Gauner tauchen ja auch ab,nur das ich selber keiner bin ;).

      Antworten
  6. Hallo 🙂

    Toller Bericht, den ich vor hab in die Tat umzusetzen. Ich bin selbstständig und kann problemlos über das Internet von der ganzen Welt aus arbeiten. Es gibt eine Regel die besagt, dass wenn man nach 183 Tagen sich nicht mehr im Land befindet, die Steuern auch dort nicht mehr bezahlt werden müssen. Wie sieht das denn aus, wenn ich rund um die Welt reise? Ich kann doch nicht ständig mich um die Versteuerung kümmen, das wäre doch ein enormer Zeitaufwand? Gibt es keine Möglichkeit weiterhin in Deutschland zu versteuern, obwohl ich im Ausland bin, oder muss ich, wenn ich für deutsche Firmen Arbeite und mich im Ausland aufhalte gennerell Steuern in den Land zahlen wo ich mich befinde? Fragen, über Fragen, ich weiß. Bin ich denn auch Kranken- und Rentenversicherungspflichtig, oder nicht mehr, wenn ich im Ausland Für deutschland Arbeite, wenn ja, ab wann und was muss gegeben sein? Ich hoffe diese kann beantwortet werden. vielen Dank und herzliche Grüßé, Florian

    Antworten
    • Hallo Florian,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Freut mich, dass dir der Artikel gefällt : )

      Deine Fragen sind natürlich berechtigt. Allerdings muss ich gleich dazusagen, dass ich für die spezifischen Details
      der falsche Ansprechpartner bin. Ich weiß zwar einiges über die steuerlichen Hintergründe, aber
      keinesfalls möchte ich dir halbwahre Antworten geben. Deshalb halte ich mich an dieser Stelle lieber zurück ; )
      Ich hoffe du hast dafür Verständnis.

      Ich kann dir für nähere Informationen den Blog von Benedikt Ahlfeld und im Speziellen diesen Artikel hier empfehlen:
      http://www.benediktahlfeld.com/blog/aussteigen. Vielleicht findest du hier ein paar Antworten. Ich lese diesen Blog schon lange
      und finde seine Beiträge sehr gut.
      Ansonsten würde ich mich an deiner Stelle, weil du ja bereits sehr konkrete Fragen hast, an einen Steuerberater wenden. Der kann dir mit
      Sicherheit Infos geben, die dann auch 100%ig stimmen!

      Ich hoffe ich konnte dir trotzdem ein bisschen weiterhelfen und wünsche dir ganz viel Glück für dein Vorhaben : )

      Bestimmt klärt sich bald alles.

      Viele Grüße

      Antworten
  7. Hallo an alle hier.
    Ich bin Rentner und lebe noch in Bulgarien,habe keinen Wohnsitz mehr in D.land
    Möchte aber einige Monate in D.land auf einem Campingplatz leben und den Winter auf Teneriffa.
    Also ohne 1Wohnsitz, geht das ?
    Viele Grüsse

    Antworten
    • Hallo Peter,

      häufig kann es Probleme beim Leben auf dem Campingplatz ohne festen Wohnsitz geben, weil man sich anmelden muss. Falls du dauerhaft auf einem Campingplatz lebst und keinen anderen festen Wohnsitz vorweisen kannst, musst du dich meines Erachtens sogar dort anmelden. Aber die Hand möchte ich hierfür nicht ins Feuer legen. Daher empfehle ich dir mal bei einem Bürgeramt nachzufragen. Bestimmt können dir die Fachkräfte mehr dazu sagen.

      Außerdem habe ich hier unter http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=9232&page=5 einige interessante Antworten von Personen gelesen, die diese
      Situation bereits kennen. Vielleicht findest du dort eine hilfreiche Information!

      Ich hoffe das hilft dir weiter.

      Viele Liebe Grüße

      Antworten
      • Hallo Peter, ist deine Absicht in Deutschland auf einem Campingplatz zu leben?
        Ich habe in verschiedenen Bundesländern mit bekommen, es gibt, ist aber
        Jahre her, wo man sich auf Dauerampingplätzen Campingplatz amtlich u postalisch anmelden konnte.
        Soweit ich mit bekommen habe, war das aber mit höheren Camping- Gebühren verbunden. Aber ob das zur Zeit auch noch möglich ist, kann ich leider nicht sagen. Aufgelistet war das außerdem weder in den Angebotslisten noch in den Gebührenlisten dieser Campingplätze, das zu erfahren war bestimmt meiner Neugier und Zufällen zu verdanken.

        Gruß Heinz

        Antworten
    • Hallo Peter, wie hältst du es denn in Bulgarien lebst du dort auch ohne festen Wohnsitz? Falls du dort eine amtl. Meldeadr. hast, Kannst du doch machen was du willst, oder?

      Gr. Heinz

      Antworten
  8. Liebe Gaby,

    schoener Artikel. Ich muss allerdings sagen, dass ich selbst niemandem empfehlen kann, seinen Wohnsitz aufzugeben. Es ist wirklich prekaer. Ausser, man hat eine lange Reise vor sich. Wie es sich ohne festen Wohnsitz trotzdem gut leben laesst, kann man auf meinem vagabundenblog nachlesen, aber trotzdem: nachdem ich letzt meinen Campingbus aufgegeben habe, fuehlte ich mich gar nicht gut und merkte, wie wichtig es ist, eine Basis zu haben.
    liebe Gruesse

    Michelle

    Antworten
    • Hallo Michelle,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Habe mir gerade deinen Blog kurz angeschaut. Klingt alles sehr spannend : )

      ich denke, jeder muss selbst entscheiden, ob er/sie ohne festen Wohnsitz auskommt.
      Wahrscheinlich ist Ausprobieren die einzige Möglichkeit, um das tatsächlich rauszufinden.

      Hast du denn nach dem Verkauf des Busses eine andere Lösung gefunden?

      Ich wünsche dir weiterhin alles Gute.

      Liebe Grüße Gaby

      Antworten
  9. Hallo Gaby,

    Deinen Bericht fand ich sehr informativ. Ich selber bin gerade in der Erkundungsphase ob es wirklich gut ist seinen Wohnsitz komplett aufzugeben. Ich selber beabsichtige Reise durch Europa und würde auch gerne Canada und USA bereisen. Alles was auf dem Landwege erreisbar ist, ist weniger das Problem aber sobald es auf andere Kontinente geht, treten Probleme auf. Einreise in die USA quasi ohne Heimatadresse kommt dort nicht besonders gut an, auch dann nicht, wenn Frau dort nur als Touri für einige Monate auf dem Appalachian Trail wandern möchte und die Rente im Gepäck ist.
    Aber vielleicht hast Du ja darauf eine Antwort.

    LG, Tina

    Antworten
    • Hi Tina,

      danke für deinen Kommentar. Freut mich wenn dir der Beitrag gefällt.
      Leider fehlt mir das Wissen, um dir eine genaue und korrekte Antwort zu geben. Daher halte ich mich lieber zurück ; )

      Aber ich könnte mir vorstellen, dass dir vielleicht folgende Blogs weiterhelfen könnten:

      http://www.benediktahlfeld.com/
      http://www.planetbackpack.de/

      Diese beiden Blogs lese ich seit einigen Monaten und ich bin begeistert. Schau mal dort vorbei!
      Bin gespannt ob du deine gewünschten Antworten findest : )

      Viele liebe Grüße und alles Gute für deine Reise : )

      Antworten
  10. Arnd Seifert

    Hallo,
    Klingt alles super , aber wie schreibe ich denn meinen Kunden Rechnungen ohne festen wohnsitz , denn irgendwo muss die Firma die ich bin ja einen Sitz haben,oder?

    Kein seriöses Unternehmen zahlt seine Berater permanent schwarz .

    Ich bin ein Berater

    Danke fuer eure statements .

    Lg
    Arnd

    Antworten
    • Vielleicht hilft dir das Zitat eines Anwalts weiter: „Da bestehen keine Beschränkungen; Sie können bei jeder Gemeinde in Deutschland Ihr Gewerbe anzeigen/anmelden, da insofern nach meiner ersten Recherche keine Beschränkungen bestehen. Es besteht hier keine Notwendigkeit in Deutschland zu wohnen. „

      Antworten
  11. Hallo Gaby

    Ich bin zufällig auf Deinen Blog gestossen, weil ich demnächst auf einem Campingplatz wohne und noch nicht weiss, wie ich es dort mit dem Hinterlegen meiner Papiere machen soll.

    Ich liquidierte vor einem Jahr meine Wohnung und ziehe seither mit meinem Pferd durch die Schweiz. Ich biete meine Dienste als Pferdepfleger, Reitlehrer und Pferdetrekkingführer an und erledige sonst noch so handwerkliche Jobs um ein paar Franken zu verdienen. Zwei mal wohnte ich in einem Zimmer auf dem Hof auf dem ich arbeitete, manchmal ein paar Wochen auf einem Campingplatz und einmal in einem geliehen Tipi in den Bergen. Dazwischen schlief ich je nach Witterung in einer Schutzhütte, einen leeren Stall oder im Schlafsack neben meinem Pferd.

    Es ist meiner Erfahrung nach gar nicht so schwer, sich zu organisieren, auch wenn man deutlich die 50 überschritten hat. Wenn man mal unterwegs ist, bekommt man automatisch ein Gespür für Lösungen. Vorerst werde ich sicher so weiterleben.

    Lg, Norman

    Antworten
    • Hallo Norman,

      wow, ich bin baff über dein Leben und deinen Alltag.
      Ich habe großen Respekt vor dir und finde es toll, dass du dein Leben so gestaltest
      wie du es möchtest. Sicherlich erlebst du viele Abenteuer und lernst viele Menschen kennen.

      Mit Pferd umherzureisen ist nochmal was ganz anderes ; )

      Echt beeindruckend, was du auf die Beine stellst.

      Was war bisher deine tollste Erfahrung seit du ohne festen Wohnsitz lebst?
      Und was war vielleicht weniger schön?

      Würde mich echt interessieren.

      Ich freue mich über dein Feedback.

      Viele Grüße und weiterhin alles Gute für dich.

      Antworten
  12. Sali Gabi

    Ich war halt ein paar Tage ohne Internet.

    Zu den schönsten Erfahrungen gehört, dass einem völlig fremde Menschen Sympathie entgegen bringen. Zum Beispiel war ich mit jemandem auf einem Wanderritt im Jura im dichtesten Nebel unterwegs. Abends machten wir Rast bei einer Naturfreundehütte um zu überlegen, wie wir übernachten wollen. Die hatten zufällig Generalversammlung und boten uns an, in eben dieser Hütte zu übernachten, mit warmer Dusche und allem Komfort. Kurz darauf kam der Bauer vom Hof nebenan von einer Feier nach Hause und stellte uns Stall und Futter zur Verfügung. Zum Glück, denn das war auf dem ganzen Ritt die einzige Nacht, in deres regnete wie sonstwas.

    Etwas weniger schön ist, wenn du irgendwo gearbeitet hast und den vereinbahrten Lohn nicht bekommst. Irgendwie für dich selber Essen zusammenzuschnorren geht, aber wenn du noch ein Pferd zu versorgen hast, wird es schon etwas schwierig. Aber meine treue Seele von Pferd verlässt sich so bedingungslos auf mich, dass ich immer irgendwie eine Lösung finde. Da übernachteten wir mal bei einem Maisfeld, wo sich meine Kleine so richtig den Bauch vollschlagen konnte. Natürlich gab es dann ein Problem. Irgendwelche Spaziergänger sahen ein Pferd und keinen Reiter, da ich ja im Maisfeld am schlafen war. (Auf Wanderritten binde ich mein Pferd nicht an, denn es läuft nicht mehr als 10 Meter von mir weg) Jedenfalls riefen die die Polizei und diese fand, dass das Pferd für die Nacht in einem in einem Pferdehof untergestellt werden müsse. Alle Reiterhöfe in der Umgebung abgeklappert und nirgendwo war ein Platz frei. Da fragte mich der Polizist, was man denn nun machen soll. Ich sagte, ganz einfach, das Pferd wohinstellen wo es genug zu fressen hat, den Schlafsack ausrollen und weiterschlafen. Also, die ganze Aufregung für die Katz.

    Und Etwas, was mir auch immer wieder Freude bereitet: Mein Pferd ist so ein richtiger Sympathiebolzen, nicht so gross, knallschwarz und riesengrossen Augen mit einem Blick, der jeden Eisberg zum schmelzen bringt. Da kommen manchmal scharenweise Kinder dahergerannt und wollen das Pferd streicheln. Dann setze ich das Eine um das Andere drauf und mache eine Runde. Du kannst Dir kaum vorstellen, wieviele glückliche Kinderaugen ich schon gesehen habe.

    Dankefür die Guten Wünsche und auch viele Grüsse

    Norman

    Antworten
    • Hey Norman,

      Wahnsinn ich bin platt. 🙂 Das liest sich einfach wunderbar und ich bin total begeistert von dem, was du machst.
      Das könnte man glatt verfilmen ; ) Ne, echt ein großartiges Leben und ich glaube man trifft auf diese Art ganz anders auf
      andere Menschen und kommt in Situationen, die man nie für möglich gehalten hätte. Und mit Tieren lässt es sich ja sowieso immer bestens leben. Die nehmen einen, wie man ist und halten zu dir. Ich liebe Tiere und ich stelle es mir außergewöhnlich vor, mit einem so tollen Tier wie einem Pferd durch die Welt zu reisen.

      Gerne würde ich dich mal begleiten, wäre bestimmt eine unvergessliche Erfahrung! Vielleicht komme ich mal dazu so etwas auszuprobieren. Aber ich bin mir nichts sicher, ob ich den Mut hätte.

      Ich wünsche dir alles alles Liebe und pass mir gut auf dein Pferd auf ; )

      Lass es dir gut gehen und bleib gesund!

      Liebe Grüße

      Gaby

      Antworten
  13. In einem Prozess der Entwicklung, in dem ich mich sehr einsam fühle ist diese Seite für mich ein – sorry – zumindest geringer Hinweis darauf, dass ich nicht ganz alleine bin… Das fühlt sich wirklich gut an!
    Ich bin inzwischen 49 Jahre alt und habe mein ganzes bisheriges Leben eigentlich nur nach meinen „Idealen“ gelebt…
    Ich war mal jünger, da war ich auf Reisen. Ich hatte meinen ganzen Besitz verschenkt, wollte unabhängig sein – dann hab ich mich verliebt…
    Plötzlich war ich wieder in Deutschland, die Menschen sahen für mich aus wie aus einer Kafka-Geschichte – farblos, grau, traurig und völlig untergeordnet. Aber ich war ja verliebt – was hat da schon Bedeutung???
    Keine Wohnung, kein Geld, keine Wohnung, kein Job – und dann hat die Frau in die ich mich verliebt hatte in diesem „wirklichen“ Leben auch keinen Platz mehr für mich…
    Auf meinen Reisen hatte ich ein wenig Kraft gesammelt. Obwohl am Boden zerstört und unendlich traurig war ich außerstande aufzugeben… In meinem Besitz befanden sich – naja neben einer Unterhose, einem T-Shirt und 40$ – eigentlich gar nichts mehr.
    Da kam ein Mensch… Für einen Augenblick war ich nicht mehr allein…
    Danach hab ich gegriffen, als wärs der letzte Anker, hab mich selbst vergessen… Vielleicht gibts ja jemanden der verstehen kann wie schwer es sein kann sich einsam zu fühlen?
    Natürlich hat sie mich verlassen…
    Nun bin ich also hier – eingesperrt – in einer Wohnung die ich nie wollte, quasi verfolgt vom Finanzamt – ohne Ressourcen wieder wegzukommen und auf der Suche nach genau dem…
    Ich weiß nicht mehr, wie ich ausbrechen kann – auch wenn das mein einziger Wunsch ist….
    Ich hangel mich von Forderung zu Forderung und werde meiner zunehmenden Verzweiflung immer weniger Herr…
    Vielleicht hat hier jemand ein wenig Zuspruch für mich?

    Antworten
    • Hallo Michael,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Dieser macht deutlich, dass es im Leben nicht immer nur rund läuft, sondern es leider auch schwarze Zeiten gibt.
      Da es mir selbst bisher noch nicht so ging wie dir, kann ich dir natürlich keinen echten Rat geben.

      Ich kann dir nur sagen, dass ich es sehr mutig finde, dass du dich damals überhaupt getraut hast, dich von allem Besitz
      zu trennen und bei 0 anzufangen. Das mit der Liebe haben wir alle nicht in der Hand. Du solltest trotz aller negativen Entwicklungen stolz auf dich sein, dass du den Mut hattest das Leben zu ändern. Damit bist du bereits vielen von uns um Meilen voraus.

      Deine derzeitige Situation, wie du sie beschreibst, passt leider nicht zu dem was du für dich vorstellst. Das lese ich deutlich raus. Ich denke, dass du aber keinesfalls aufgeben darfst. Du hast es schon einmal geschafft und ich bin der Meinung, dass alles möglich ist. Sicherlich wird es nicht einfacher, aber es gibt immer irgendwo eine Lösung. Manchmal ist es einfach sehr schwer sie zu finden.

      Ich wünsche dir, dass du den Absprung schaffst und schnellstmöglich wieder zu dem Leben zurückkehren kannst, dass du dir für dich wünschst.

      Alles Gute

      Liebe Grüße Gaby

      Antworten
    • Hallo Michael,

      Deine Frustration ist mir, wenn auch vielleicht in anderer Weise, allzu bekannt.

      Wenn es Dir aber in lichten Momenten gelingt, sie hinter Dir zu lassen, können auch leichter neue Ideen kommen und Möglichkeiten an Dich herantreten:

      Als ich das letzte Mal aus Deutschland ausbrach, kam das Stellenangebot, während ich ganz woanders in den Ferien war, und auf eine Bewerbung hin, die ich wieder ganz woanders bei dem Besuch von Verwandten auf eine Intuition hin – entgegen der Überlegung, das es ja vielleicht doch keinen Zweck habe bei der spezifischen Stelle – geschrieben hatte.

      Wichtig ist, nicht mit dem Augenblick zu hadern. Am Augenblick ist meist nichts Schlimmes. Es sind die Geschichten, die man um den Augenblick webt, die Befürchtungen, mit denen man ihn verknüpft. Doch der Augenblick ist eigentlich dem Wesen nach ganz rein.

      Differenziere zwischen der „Geschichte“ und dem, was wirklich gerade ist. Nur vom Wirklichen aus kommst Du weiter. – – –

      Hast Du daran gedacht, es als Sprachlehrer zu versuchen? Es gibt Länder, in denen man viel und solche in denen man weniger verdient, aber der Lebensunterhalt günstiger ist. In denen wird man damit nicht reich werden, aber – ich war nie dort als Sprachlehrer – wenn ich mir Stellenangebote für China anschaue, ist da oft eine Wohnung inklusive.

      Bevor Du in Deutschland versandest, vielleicht wäre, falls Du in Deutschland auf keinen grünen Zweig kämest (würde eine professionelle Berufsberatung helfen? Eventuell von privaten Dienstleistern?), ein billiger Lebensstil im Ausland zumindest ebenso hilfreich beim Schuldenabtragen, wie wenn Du frustriert in Deutschland sitzt?

      Das Land verlassen kann man immer. Wenn Du danach moralisch integer weiter Deine Schulden bedienst – wer wollte Dich hindern, das zu tun?

      Allerdings sei gesagt, daß ich Dir Sprachlehrerdasein in keiner Weise als ultima ratio empfehle, schon gar nicht vom Verdienst her. Aber vielleicht wäre es für Dich dennoch zeitweilig ein Weg?

      (((Ansonsten wäre vielleicht noch Freiwilligenarbeit denkbar oder, nur um einfach wegzukommen, etwas wie Woofing oder Workaway (wenn Du darauf achtest, Angebote mit Internetanschluß wahrzunehmen, um von dort aus weiterzuschauen). Dem stünde allerdings entgegen, daß Du dann wahrscheinlich die Schulden nicht bedienen könntest, außer Du kannst noch online zusätzlich einem Nebenerwerb nachgehen.))) –

      Wenn Du ein – wirkliches – Ziel hast, kannst Du Dich davon leiten lassen.
      Aber wichtig ist es, seiner Intuition zu folgen.
      Um sie zu hören, lasse alle Gedanken, alle Erwartungen los, beobachte sie notfalls und lasse sie vorbeiziehen, aber identifiziere Dich nicht damit. Sie sind nur wie Wolken.

      Die Sonne ist immer da, auch wenn Du sie nicht siehst.

      Und bricht sich früher oder später die Bahn.

      Lasse es zu, und halte nicht fest am Gedanken, wie schrecklich es sei. Schau nur auf und lasse Dich leiten vom Licht.

      Alles Gute!

      A.

      Antworten
  14. Wer seine Freiheit für Sicherheit aufgibt wird am Ende immer beides verlieren.
    Aber Freiheit und alternative Lebensentwürfe haben meistens einen Preis, nämlich den der sozialen Vereinzelung, also Einsamkeit.
    Ich habe einige Versuche, ohne Wohnung und Besitz zu leben gemacht und war erstaunt, wie einfach es eigentlich ist. Allerdings NICHT in Europa und das ist die Grundbedingung.
    Was brauche ich zum Leben ? Nahrung , Schlafplatz , saubere Kleidung und eine Umgebung mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von ca. 30 Grad, idealerweise in einem Land, wo ich als Minimalist nicht auffalle, weil alle so leben und wo ich relativ leicht Nahrung finden kann.
    Da gibt es einige Optionen. Indien, Laos, Vietnam, Thailand, Philippinen….
    Wenn ich sage das es „einfach“ ist, meine ich damit nicht das es „leicht“ ist.
    Und Geld ist dabei nicht mal das Hauptproblem. Wir wäre es mit Tauschen. Ich half z.B. einem LKW Fahrer beim Beladen und fuhr dafür 1000 KM quer durch Europa. In Asien betätigte ich mich als Volunteer und bekam dadurch Kleidung, Unterkunft und Nahrung.
    Auf Sri Lanka bot man mir sogar ein Stück Land und eine Hütte auf einer Plantage an, wenn ich dort leben und arbeiten würde. Habe ich dankend abgelehnt, bin weiter gezogen.
    Zurück in Deutschland wurde ich unglaublich schnell wieder in dieses Regelsystem gezogen. Arbeit, Wohnung, Rechnungen zahlen, sinnloser Konsum. Inzwischen ist es unerträglich und der Termin der Abreise steht bereits fest. Rückkehr wird es dieses Mal nicht mehr geben.

    Antworten
    • Hey Ralf,

      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Sehr interessant deine Zeilen : )

      Darf man fragen warum du denkst, dass es in Europa nicht einfach ist?
      Wegen den Kosten? Oder hast du noch andere Erfahrungen gemacht?

      Ich freue mich auf dein Feedback.

      Liebe Grüße

      Antworten
      • Hallo ,

        warum es in Europa nicht einfach ist ?

        Also ich beschäftige mich seit 3 Jahren auf wissenschaftlicher Basis mit alternativen Lebensentwürfen und meine eigenen praktischen Erfahrungen in verschiedenen Ländern sind eigentlich ein Experiment und viel mehr als das.
        Die Erklärung über das „warum“ würde eine Vorlesungsreihe von etwa 30 Stunden füllen.

        Es geht um tiefere Zusammenhänge und die Antworten führen in Bereiche der Sozialpsychologie verknüpft mit Makroökonomie.

        Entscheidend für ein „anderes Leben“ ist, ob es by design oder by desaster geschieht.

        Ich kann hier nur ein paar Themen und Oberbegriffe nennen, die zum Nachdenken anregen könnten und in eine andere Lebensrichtung führen könnten.

        Postwachstumsökonomie , Systemimmanenter Wachstumszwang, Schuldzins / Schuldgeld , Alternative Geldsysteme, Umverteilung u.v.m.

        Manufactoring consent, Salomon Asch, Stanley Milgram, Zimbardo , Mainstreamsteuerung,
        normative Wissensvermittlung u.v.m.

        Wenn Menschen auf ein reines Nutztierdasein nur zum Zweck des Konsums und Umverteilens reduziert werden, gehen wirklich wichtige Werte verloren. Wem nützt es ?

        Lebensfreude, Familie, sozialer Zusammenhalt werden systematisch zerschlagen.
        Und über ein bestimmtes materielles Level hinaus findet keine nennenswerte Steigerung des Wohlbefindens mehr statt.

        Es gibt auch in Asien inzwischen Gegenbewegungen von Menschen, die das Hamsterrad verlassen und es wird sehr deutlich, wo die geographischen Grenzen liegen. Dort wo Menschen noch einfach, jedoch nicht ärmlich im Sinne von Nahrungsmangel leben und die medialen Steuerungsmechanismen (noch) nicht Einzug gehalten haben, einfach deshalb weil es zum Beispiel keine Infrastrukturen gibt, verlaufen jene Grenzen.

        „Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist.“

        Antworten
        • Hey Ralf,

          vielen Dank für deine Antwort!
          Dass sich die Frage nicht mit einem Satz beantworten lässt, ist mir durchaus klar ; )

          Besonders deine Sätze: „Wenn Menschen auf ein reines Nutztierdasein nur zum Zweck des Konsums und Umverteilens reduziert werden, gehen wirklich wichtige Werte verloren. Wem nützt es ?

          Lebensfreude, Familie, sozialer Zusammenhalt werden systematisch zerschlagen.
          Und über ein bestimmtes materielles Level hinaus findet keine nennenswerte Steigerung des Wohlbefindens mehr statt.“

          bringen es meiner Meinung nach auf den Punkt. Und ich denke ich verstehe, was du meinst!

          Super, dass du deine Erfahrungen hier einbringst. Vielen Dank!

          Es ist eigentlich sehr traurig, dass wir mittlerweile hier angelangt sind, was du treffender nicht hättest beschreiben können. Konsum scheint in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert zu erlange, während echte Werte verloren gehen.

          Viele Grüße und dir alles Gute auf deinem spannenden Weg!

          Antworten
  15. Hey Gaby, hier meldet sich ein älterer Jahrgang, 06/1932 zu Wort. Männl. 2X gesch. das 1. X aus reiner Verzweiflung, 2. X war es offensichtlich Altersunterschied von 27 Jahren.
    Noch etwa 2 Jahre erlaubte meine Ex mir, bis auf Weiteres bei ihr gemeldet zu sein.
    Gleich nach der Scheidung sind mein Jagdterriermädchen u ich per Wohnmobil nach Spanien an die Costacalida auf ein C.-Platz, der von einer Deutschen betrieben wurde,
    gezogen. Die Campingmiete musste 5 Monate im voraus bezahlt werden. Die Adresse
    hatte ich im Internet ausgespäht und online gebucht. Die Benotung insgesamt habe ich und würde das auch heute so sehen, 5Minus! bezahlt, also Augen zu und durch, dachte ich. Nach einigen Wochen dort, wurden wir, eine kleine Anzahl “ Campinggäste“ um die 10 Personen rum, aufgefordert den Platz für den gesamten Nachmittag zu verlassen und den Platz während der Zeit nicht zu betreten, ein Grund wurde nicht genannt.
    Wieder ca 4 Wochen danach wurden wir alle samt aufgefordert den Platz zu räumen.
    Als wir um Rückzahlg. der Vorauszahlg. baten, wurde gedroht sofort zu verschwinden, andernfalls würden wir mit Polizeigewalt vom Platz entfernt. Uns war bekannt, die Vermieterin hatte einen sehr guten Kontakt zur örtlichen Polizei, die hielten nämlich regelmäßig stundenlange Saufgelagen auf der Finka der Vermieterin ab.
    Also räumten wir“ kampflos“ den Platz und wurden auf der Straße von besagten
    Polizisten in halsbrecherischer Manier bis zur andalusischen Grenze gehetzt.
    Das waren meine ersten Erfahrungen in Spanien. Wochen Später stand in der deutschsprachigen Costacalidanachrichten, das „Spielchen“ wiederhole sich jedes Jahr
    mehrmals und der Platz der keinen Namen hatte, würde ohne genehmigt zu sein, schwarz betrieben. Danach bin ich mit meinem Hundchen meistens wild campend an der Costcalida und in Andaluisen ungestört umher gezogen, und wurden reichlich für den Horror der 1. Wochen entschädigt. Als meine Ex eine neue Beziehung hatte, musste ich mich dort leider abmelden, habe mich dann auch wieder mit mehr oder weniger negativen Erfahrungen, mehrmals mit Scheinadressen versucht, durch´s Nomadenleben zu schlagen, das läuft auf Dauer leider gar nicht.! Im Mai 2010 hatte
    ich mit meinem Mofaroller, den ich auf meinen Reisen immer dabei hatte, in Süditalien einen schweren Verkehrsunfall, der Unfallverursacher beging Fahrerflucht und konnte(?) nie ermittelt werden. Seitdem bin außer mein Alter Schwerbeschädigt(Gehbehinderung Mein Hundchen starb 2014 achtzehnjährig und es trieb mich wieder
    in wärmere Regionen, habe den vergangenen Winter 4 Monate auf Gran Canaria verbracht. Jetzt würde ich das Apartment dort gerne ganzjährig mieten, da meine nicht sehr üppige Rente jedoch nicht für 2 Ap., eins hier u das andere a d Insel Gr.-Can. reicht
    würde das Hiesige Ap. gern kündigen aber da geht das Problem wieder los, würde wieder als wohnungsloser gelten. Da ist halt guter Rat“ teuer“ oder???

    Freundl. Grüße

    H. Voigt

    Antworten
    • Hallo Heinz,

      oje, du hast ja wohl auch einiges erlebt, was nicht so schön war : /
      Aber trotz allem hast du dich wohl immer durchgeschlagen und nie aufgegeben!
      Die Geschichte mit dem Campingplatz ist aber ja wohl der absolute Hammer. Solche Leute gehören echt bestraft.
      Und so was wird dann auch noch von der Polizei gefördert. Unmöglich : (

      Tut mir sehr leid, dass du einen Unfall hattest! Ich hoffe dass du deine Rente möglichst gesund noch viele viele Jahre genießen kannst. Am besten natürlich an einem warmen und schönen Ort : )
      Aber ich finde es bemerkenswert, dass du dich trotz der schlechten Erfahrungen nicht davon hast abbringen lassen, weiterhin im Ausland zu bleiben.

      In welchem Alter hast du dich eigentlich dafür entschieden „auszuwandern“ und wie lange warst/bist du im Ausland unterwegs gewesen?

      Viele Grüße und alles Gute!

      Gaby

      Antworten
  16. in dem ich mich aufhalte nur möglich ist, wenn ich einen Mietvertrag in einem vom Bauamt als Wohnhaus zugelassenen Gebäude lebe.

    Da kommt mir grad einer in den Sinn:

    Im Gebährsaal liegen drei Säuglinge nebeneinander, ein Deutscher, ein Franzose und ein Schweizer. Sagt der Deutsche: Uns bringt der Storch. Der Franzose: Wir sind vom Postboten. Der Schweizer: Bei uns ist das halt von Kanton zu Kanton verschieden…

    Falls es Dich einmal in die Schweiz verschlägt, lade ich Dich gerne zu einem Ritt auf meinem Pferdchen ein. (Sie ist übrigens ein Wildpferd welches direkt vom Waldpferd, also einem der drei Urpferderassen abstammt.)

    Liebe Grüsse

    Norman

    Antworten
  17. Sali Gaby

    Wiedermal etas von mir. Meine Situation hat sich, wie so oft, etwas verändert. Da wo ich jetzt arbeite, vertraut mir jemand ein Jungpferd zur Ausbildung für Gebirgsritte an, um mit mir nächstes Jahr die Alpen zu überqueren. Also werde ich wohl für ein Jahr quasi sesshaft sein. Allerdings nach wie vor ohne festen Wohnsitz, da ich auf einem Campingplatz keinen begründen kann, weil das in dem Kanton in dem ich mich aufhalte nur möglich ist, wenn ich einen Mietvertrag in einem vom Bauamt als Wohnhaus zugelassenen Gebäude lebe.

    Da kommt mir grad einer in den Sinn:

    Im Gebährsaal liegen drei Säuglinge nebeneinander, ein Deutscher, ein Franzose und ein Schweizer. Sagt der Deutsche: Uns bringt der Storch. Der Franzose: Wir sind vom Postboten. Der Schweizer: Bei uns ist das halt von Kanton zu Kanton verschieden…

    Falls es Dich einmal in die Schweiz verschlägt, lade ich Dich gerne zu einem Ritt auf meinem Pferdchen ein. (Sie ist übrigens ein Wildpferd welches direkt vom Waldpferd, also einem der drei Urpferderassen abstammt.)

    Liebe Grüsse

    Norman

    sorry, vorher kam nur die Hälfte mit

    Antworten
  18. Dieser Bolg ist sehr informativ. Wer einen Wohnsitz bei uns in Paraguay möchte, kann sich gerne an uns wenden ! Da es in Paraguay weder ein Meldewesen noch eine Steuerpflicht gibt eignet es sich hier sehr gut als „Homebase“ ! Wir sind in der Lage einen Wohnsitznachweis auch poistalisch ohne persönliche Anreise zu realisieren !

    Antworten
  19. Hallo
    Ich lebe seit einem jahr in centro america ohne festen wohnsitz bin 46 es braucht viel mut alles hinter sich zu lassen familie und freunden ich hilt es nicht mehr aus in europa ständig der druck um ende monat alle rechnungen zu bezahlen und zu überleben hatte depresionen heute lebe ich ohne luxus mit wenig geld aber zufriden habe keine verflichtungen und auch kein druck mehr ich kann hier mit zwischen 500 und 1000 euro gut leben alle 90 tage muss ich das land verlassen für 3 tage und dann kann ich wieder rein als turist für mich ist es ok wie ich lebe

    Antworten
    • Hallo Don miguel,

      hört sich sehr spannend an, wie du lebst!
      vielen Dank für deinen Kommentar an dieser Stelle.
      Freut mich immer wieder zu hören, dass einige Menschen ihren persönlichen Weg gefunden haben, mit dem sie zufrieden sind.
      Depressionen sind sicherlich für viele ein Thema und eine Folge des beengten Lebens und des Drucks.

      Eine Frage hätte ich da aber noch an dich: Bist du dann generell ständig unterwegs und schaust spontan wo du übernachtest oder hast du ein bestimmtes Plätzchen gefunden, wo du dich dauerhaft aufhältst? Vielleicht kannst du ja ein bisschen ins Detail gehen und uns ein wenig über deinen „Alltag“ berichten : ) Das würde mich sehr freuen. Ich bin neugierig ; )

      Alles Gute für dich

      Gaby

      Antworten
  20. HALLO GABY, ein sehr interessanter Artikel und viele bereichernde Darbietungen anderer User.
    Hier mal kurz meine Darstellung vom jetzigen Leben. Im August letzten Jahres habe ich (48) mein Haus nach Trennung von meiner Frau verkauft und mich entschlossen von allen überflüssigen Dingen zu trennen. Im September kaufte ich mir ein Wohnmobil, meldete mich bei Freunden in Brandenburg polizeilich an. Habe ein Postschließfach im Ort wo meine Tochter ihre Ausbildung macht. Nun habe ich die ersten 6 Monate Wohnmobilleben hinter mir. Bin seit 3Tagen zurück von der Überwinterung aus Spanien/Portugal. Es ist einfach unbeschreiblich erleichternd, dieses Leben. Keine Verträge an der Backe, keine Abbuchungen vom Konto. Das Einzige was ich zahlen muss, ist die Kfz Steuer, Womo-Versicherung ,ADAC und Hundesteuer. Im Sommer zieht mein Sohn in eine eigene Wohnung, dann wird das Womo auf ihn überschrieben. Somit ist der Weg frei, ohne festen Wohnsitz zu leben. Arbeiten, ja das muss ich auch noch. Und da gibt es ja neMenge Möglichkeiten. Ich zum Beispiel habe im Dezember verschiedene Campingplätze in Deutschland kontaktiert und in Kleinanzeigen gesucht. Ja und einige Angebote erhalten und mich für einen CP. an der Müritz entschieden. Nun habe ich so wie geplant einen Saisonjob (April bis September) als Platzwart. Vorteil für mich, kostenloser Stellplatz für mein Haus auf Rädern, keine Strom und Wasserkosten und mein Hund ist auch nicht den ganzen Tag allein. Ohne Hund sind die Möglichkeiten natürlich viel größer für saisonale Arbeit. Jedenfalls kann ich mit den verdienten 6000 Euro den nächsten Winter wieder im Süden verbringen und viele schöne Orte erkunden. Mein nächstes Ziel ist es, abzuklären, ob man einen festen Wohnsitz benötigt um seine Einkommensteuer zu zahlen und auch wieder zurück zu holen oder vielleicht befreit zu werden. Und was die Krankenkasse dazu sagt.
    Soweit ist das Leben im Womo cool. Es fehlt nur eine Partnerin die das auch so mitmachen würde. Leider habe ich noch kein Portal gefunden um eine Anzeige/Aufruf zu starten ohne einen Vertrag an der Backe zu haben. Es ist wirklich Schade, die Erlebnisse auf den Reisen (Sonnenuntergang am Atlantik) nicht mit jemanden teilen zu dürfen.
    Und ja, ich geniesse es jeden Morgen an einem anderen Ort aufzuwachen. Ob einsam in den spanischen Bergen oder am Strand vom Mittelmeer. Auch die 6 Monate am See in MVP. werden romantisch sein.
    Ich habe zu Beginn des Jahres begonnen einen Blog zu schreiben. Nicht professionell und auch nur wenn Zeit und schnelles Internet vorhanden ist.

    Liebe Grüsse aus meinen 14qm

    Hans Dampf in allen Gassen (Nickname)

    Hansdampf2016.Blogspot.de

    Antworten
    • Hallo Hans Dampf : )

      herzlichen Dank für deinen aufschlussreichen Kommentar!
      Super interessant von dir und deinem Leben ohne festen Wohnsitz zu lesen. Hört sich sehr spannend an und am liebsten will man sich auch ein Wohnmobil anschaffen und einfach losziehen. Ich freue mich für dich, dass du das so machen kannst und eine Lösung für dich persönlich gefunden hast.

      Gerne lese ich bald wieder von dir : )

      Ich wünsche dir alles alles Gute und viele tolle Momente auf deinen Reisen. Und die richtige Partnerin findest du bestimmt auch noch! Wer weiß, vielleicht irgendwo an einem einsamen Strand ; )

      Viele Grüße,

      Gaby

      Antworten
  21. Hallo ich bin obdachlos und habe immer gearbeitet und bin seit meinen 16 lebensjahr ungewollt obdachlos diese Zeit hat mir sehr geholfen bin selbständig und habe alles was ich brauche und auch wenn es viele nicht glauben wenn man alle Kniffe kennt ist das leben einfacher als zuhause Wäsche waschen k n man heutzutage überLl und es gibts auch genug Frauen die auf der Straße leben und glücklich sind auf sylt gibt es seit jahren ein obdachlose paar was bereits schon sehr bekannt ist durch TV ich sage nur immer wieder wäre ivh damals nicht in der Lage gekommen wäre ich wahrscheinlich heute auf der schiefen Bahn allen Leuten ohne Dach alles gute und viel Gesundheit…

    Antworten
    • Hallo Denis,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar und deine offenen Worte. Unglaublich wie lange du schon auf der Straße lebst. Hut ab vor dir und deiner Person. Das muss man erst mal schaffen. Ich finde es erstaunlich, dass einige Obdachlose ganz offensichtlich zufriedener leben, als manche, die eigentlich im Luxus leben, das aber gar nicht mehr zu schätzen wissen.

      Eine Frage: Wann und warum hast du für dich die Entscheidung getroffen obdachlos zu bleiben, nach dem du ja nach eigener Aussage zunächst „ungewollt obdachlos“ wurdest? Das würde mich interessieren.

      Ich wünsche dir alles alles Gute.

      Gruß Gaby

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  22. Interessantes Thema. Auch ich habe div. Suchmaschinen bemüht und „Obdachlosigkeit“ angezeigt bekommen. Das bin ich jedoch nicht.
    Mich interessiert sowohl das „freie“ Leben an sich, als auch die rechtliche Lage eines solchen.
    Nach der Meldegesetzreform ist es wohl sogar strafbar, sich nicht beim Einwohnermeldeamt zu melden.
    Was tun jedoch, wenn man in der Tat hin und her reist, ohne dabei irgendwo länger zu bleiben? Was sagt das Gesetz dazu und die Ordnungshüter?

    Ich bin ein Unternehmer, habe Familie – aber kaum Eigentum, da dieses mich belastet (Die Weisheit kommt mit den Jahren)

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    • Hallo Niko,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Deine Fragen sind berechtigt, aber die Beantwortung gestaltet sich wohl mehr als schwer.

      In deinem Kommentar kann ich nicht genau „herauslesen“ ob du einen Wohnsitz (in irgendeiner Form) hast beziehungsweise wie du genau lebst. Wie bringst du das „freie“ Leben mit deinem Unternehmen und deiner Familie unter einen Hut? Wie kann man sich deinen Alltag ungefähr vorstellen? Würde mich super freuen, wenn du ein bisschen aus dem „Nähkästchen plaudern“ könntest : ) Finde es immer wieder super interessant, wie es manche schaffen ohne festen Wohnsitz zu leben und wie sie das genau realisieren.

      Ich bin gespannt : )

      Falls wir uns nicht mehr hier antreffen, wünsche ich dir auf jeden Fall alles Gute. Vielleicht hat ja jemand noch Antworten auf deine Fragen auf Lager.

      Viele Grüße

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    • Hallo Niko,

      schau mal bei dem blog von Sebastian Kühn rein.Unter http://www.wirelesslife.de gibt er gute Ratschläge was die Abmeldung des Wohnsitzes in Deutschland betrifft.Sein Blog richtet sich an Langzeitreisende,Selbständige und Digitalnomaden.

      Ich selbst hatte mich,bevor ich Deutschland verlassen hatte,die Adresse meiner Schwester als Wohnsitz angegeben,weil ich mir noch nicht sicher war ob ich nicht doch wieder nach einem Jahr wieder nach Deutschland komm.Außerdem brauchte ich eine Postadresse für die Bank,Versicherung ,etc.Ich hatte meine Wohnung aufgelöst, ein paar Kisten bei meiner Schwester im Keller gelagert und mit meinem Rucksack erst nach Neuseeland gereist.Nach der Rückkehr konnte ich mich nicht mehr in Deutschland einleben,und bin dann nach Irland und Schottland gegangen. Die ersten Jahre hab ich dann nur aus dem Rucksack gelebt ,im Sommer in Restaurants/Hostels,etc gearbeitet oft mit „live in accommodation“ und im Winter gereist.Die ersten Jahre habe ich dieses Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit genossen. Ich habe mal im Hostel gelebt,im Zelt geschlafen oder zeitweise ein Zimmer gemietet.Man hat immer viele interessante Menschen getroffen.Allerdings habe ich mich nach einer Weile trotz der vielen Begegnungen auch oft mal alleine gefühlt, denn wenn man soviel unterwegs ist,trifft man zwar viele Leute und verlebt gute Zeiten mit ihnen,aber es waren immer nur kurzlebige Kontakte.Ausserdem lebte ich wie in einer Blase ohne Bezug zum realen Leben.So empfand ich das jedenfalls.Deswegen hatte ich mich dann entschlossen ,mich in Irland niederzulassen und dort einen permanenten Job angenommen. Ich war nach Jahren des Herumziehens froh,wieder ein Zuhause zu haben und mir auch mal mehr Sachen kaufen zu können. Ich war es am Ende leid,immer nur dieselben Sachen zu tragen und aus dem Rucksack zu leben.Uebrigens musste meine Schwester mich dann nach einem Jahr abmelden,weil mir vom Amt mit Bussgeld gedroht wurde.Ich hatte ihr dann eine Vollmacht dazu ausgestellt.Bezahlen musste ich aber nichts.Da hatte ich noch Glück gehabt.Das ist aber auch schon 14 Jahre her.

      Nächstes Jahr will ich wieder nach Deutschland zurück. Weil hier in Irland die Häuser möbliert vermietet werden, komme ich also nur mit einem Koffer zurück.Alles andere wird verkauft/verschenkt.Ich lasse alles auf mich zukommen. Ich habe noch nie Pläne gemacht.Auch Zukunftsorgen plagen mich nicht.Hauptsache man bleibt gesund!

      Aber ich weiss jetzt,dass ich mein festes Dach über den Kopf brauche.Hat vielleicht auch etwas mit dem Aelter werden zu tun (man wird bequem),oder damit dass ich diese Erfahrung des reisens bereits ausgelebt habe und ich das Kapitel abgeschlossen habe.

      Die Rückkehr nach Deutschland wird wahrscheinlich mein größtes Abenteuer werden 😉 Man sagt ja immer,weggehen ist einfach,zurück kommen um so schwerer….
      Viele Grüße

      Bea

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  23. Hallo Gaby!

    Mein Name ist Bettina und ich betreibe eine mobile Handpuppenbühne in Oberösterreich. Zur Zeit habe ich noch eine kleine Wohnung UND ein Auto. In einem Jahr möchte ich jedoch beides zusammenlegen, das heißt im Auto auch wohnen – in einem Campingbus. Ich brauche nicht viel zum Leben, aber ein Auto ist – leider – für meine Arbeit unbedingt notwendig. Muss mal schauen wo ich mich dann melde. Vielleicht auf einem Campingplatz als Dauercamper.

    Lg Bettina

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    • Hallo Bettina,

      hört sich sehr spannend an : ))
      Ich drücke dir die Daumen, dass alles so klappt, wie du dir das wünschst.

      Darfst dich gerne wieder melden. Würde mich interessieren, wie du deine Pläne umsetzt : )

      Alles Gute für dich,

      Gaby

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  24. hallo gaby,

    schöner artikel, danke!

    ich selbst verabschiede mich gerade schritt für schritt aus dem „system“ und sehe mich gemeinsam mit sehr vielen menschen, die somit an einer „neuen welt“ arbeiten, in der es nicht mehr um zwänge und konkurrenz geht, sondern um freiheit und solidarität. das wichtigste tool bei dieser neuausrichtung lautet: vertrauen! 😉

    hier noch 2 tipps zur weiteren inspiration:

    – die wohl konsequenteste minimalistin ohne festen wohnsitz nannte sich peace pilgrim (lese gerade ihr buch – peace pilgrim – die friedenspilgerin), sie ging fast 30 jahre lang zu fuß durch die vereinigten staaten, nur mit dem, was sie am leibe trug. sie war sehr glücklich. hier ihre geschichte auf deutsch: http://www.ramakrishna.de/okzident/peace.php

    – christoph heuermann betreibt den blog „staatenlos“ mit vielen guten tipps zu einem globalen, freien leben, alternative staatsbürgerschaften u. währungen, offshore-business u. -banking, usw. … https://staatenlos.ch/homepage/

    lg°sig

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    • Hallo Siegmar,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar und deine Tipps. Das werde ich demnächst auf jeden Fall lesen. Bin schon sehr gespannt! : )
      Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg aus dem System.

      Gibt es denn schon Pläne für deinen Weg? Wohin willst du vielleicht reisen oder welcher Tätigkeit wirst du nachgehen?

      Bin gespannt : )

      Viele Grüße!

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    • Hallo Bianca,

      freut mich, wenn du für dich was Spannendes aus dem Artikel mitnehmen konntest : )
      Wünsche dir viel Spaß beim eventuellen Umsätzen und Testen : )

      Viele Grüße

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  25. Ich hab als sogenannter Verschwörungstheoretiker diese Zeilen durchgelesen und mich köstlich amüsiert. Tatsache ist, dass Österreich wo ich lebe eine GmbH ist und Deutschland genauso, wie die meisten Staaten weltweit. Wer dazu noch verstanden hat, dass Geld virtuell aus dem Nichts produziert wird und nachgerechnet hat, dass 90 Prozent der Steuern draufgehen um Zinsen für dieses Nichts zu bezahlen, der kriegt automatisch einen Lachkrampf, wenn er liest, dass Leute sich fragen, wo sie denn nun ihre selbst verdiente Kohle versteuern sollen, wenn sie grade auf Reisen sind. Weil ich aber auch Mitleid habe mit diesen Gehirngewaschenen, wie ich es selbst mal war, sag ich nur Folgendes: die wahren Lenker dieser Welt wissen, dass sie keinerlei Macht über andere Menschen haben, deswegen verwenden sie einen simplen Trick: Anträge und Ansuchen! Du musst darum betteln, dass du Steuern einzahlen darfst, indem du einen Antrag in Form einer Gewerbeberechtigung stellst, du musst darum betteln registriert zu werden, indem du einen Personalausweis, oder einen Pass beantragst, du musst darum betteln ein KFZ lenken zu dürfen, indem du per Anmeldung dein KFZ der Österreich/Deutschland/… GmbH schenkst und darfst als dank dafür KFZ- und -Versicherungssteuer zahlen. Du darfst deinen Wohnsitz beantragen und als Dank dafür Grundsteuer, Abwassersteuer, Müllgebühren, GEZ-Propaganda, … bezahlen, weil du es ja ausdrücklich so willst! Du darfst deinen Grund als Gehweg der Gemeinde abtreten und in weiterhin säubern, als ob es deiner wäre, auch wenn sie in dir weggenommen haben. Er gehört nämlich nur dir, wenn es mit Kosten oder Arbeit verbunden ist – sonst nicht! Du kannst aber auch gar nichts von dem beantragen und somit hat niemand irgendwelche Rechte über dich! Die Polizei der Österreich/Deutschland, … GmbH kann dich 48 Stunden festhalten – nicht weil das deren Recht wäre – sondern weil sie einfach eine Mafia mit Exekutive sind, aber spätenstens dann wird es für eine GmbH ==== gewinnorientiert … unrentabel und deshalb lassen sie dich wieder frei. DAS ist die Realität!

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  26. Hallo Gabi,

    ich wollte nie auswandern und nun habe ich es wohl faktisch getan.
    Und das kam wie folgt:
    Im Jahr 2010 nach einem längeren Urlaub in Ägypten bekam ich heftige Krämpfe im Unterleib und meine Hausärztin überwies mich zur Darmspiegelung. Die Internistin hat dann die Ambulanz gerufen und mit der bin ich in das ca. 300 Meter entfernte Krankenhaus gefahren worden – Diagnose war Darmkrebs im fortgeschrittenem Stadium, sogenanntes Sigma-Karzinom.
    Es folgten mehrere Operationen und dann die Chemotherapie mit Infusionen alle 2 Wochen. Im November begannen dann die Nebenwirkungen u.a. mit Krämpfen und Absterben der Extremitäten bei Umgebungstemperatur unter 10 Grad. Nun, da gab es doch diese schöne warme Gegend – auf in die Sahara.

    Alle zwei Wochen in Fuhlsbüttel ankommen, nächsten Tag die Blutanalyse und die ambulante Infusion, noch ein Fläschchen in der Gürteltasche und wieder über HAM nach Ägypten, wo ich inzwischen bei einheimischen Freunden in Kairo wohnte. Oh nein, die hatten nichts gegen den Präsidenten Mubarak, die mussten sich nur gegen marodierende Banden wappnen im Bürgerkrieg der Eisenzeit, denn auf den Besitz von Schusswaffen stand die Todesstrafe. Knüppel, Messer und lange Stahlspiralen waren die Waffen hier in New Gizah, dem gutbürgerlichen Randbereich Kairos. Die Polizisten hatten die Front gewechselt und das Militär hatte am Tahir-Platz Aufstellung genommen – im Februar 2011. Als Reserveoffizier konnte ich etwas bei der Organisation helfen, die Wachen einteilen und alle unter 10 Jahre entwaffnen und zu Muttern schicken.
    Nur mit meiner Freiheit war es vorbei. Nur mit einer zahlreichen Leibgarde spazieren zu gehen macht keinen Spaß.

    Im Sommer 2011 eine längere Reha und dann wurde es wieder kalt, also vier Wochen pauschal nach Tunesien. Auch keine gute Idee. Auch hier waren die Kriminellen durch den „arabischen Frühling“ frei gekommen und meine Wertsachen wurden Beute ihres Raubes. Als einer von ihnen ausholte, mir ein Brett vor den Kopf zu schlagen, habe ich auch aufgehört nach der Polizei zu schreien.
    Auf nach Süd-Ost Asien, da ist es auch schön warm und die Regenzeit kann auch nicht schlimmer sein als Schmuddelwetter in Hamburg. Weit gefehlt! In Chiang Mai regnet es vielleicht einmal am Tag aber auch nur vielleicht, wenn auch heftig dann – in Hamburg bekanntlich einmal die Woche – von Freitag bis Mittwoch.
    Ein Monat, dann läuft das Visum aus aber es gibt den Weg über die Brücke der Freundschaft in das Land, wo die Währung Kip heißt. Nur der Dong ist noch weniger wert und ich bin mehrfacher Millionär nach dem Besuch eines ATM. Mit deutschem Pass darf ich den nur 15 Tage ohne Visum ausgeben, dann grüne Scheine aus dem Automaten, die alte Landeswährung Riel ersetzt die Münzen.

    Inzwischen bin ich Rentner und das monatliche Sümmchen da auf meinem Konto lässt mich nach einem warmen Land mit geringen Lebenshaltungskosten Ausschau halten. Google rät mir Indien an. Das Taj Mahal, das wollte ich doch schon immer mal sehen!
    Das Visum gilt gleich für ein halbes Jahr und der Vielvölkerstaat ist so riesig, da kann ich mir den Breitengrad mit angenehmster Temperatur aussuchen. Im Oktober ist Kerala das Richtige, im April ist auch Nepal ganz angenehm. Inder brauchen für Nepal kein Visum – ich ja. Die fahren im Tata-Auto und ich im Eselskarren.
    Zwischendurch mal zu meinen Freunden nach Kairo auch weil Mohammed Salam heiratet. Aber es lag wirklich nicht an meiner Anwesenheit im Land, dass des Putsch gegen den gewählten Präsidenten Morsi zeitlich damit zusammen fiel, da hatten wohl eher die Leute vom CIA mitgemischt.
    Den Flug nach Mumbai musste ich stornieren, die Angestellte im indischen Konsulat wollte mir nur ein Visum für drei Monate geben und dazu noch ein „bankstatement“, da treffen sich die indische Bürokratie und die ägyptische in übelster Weise.
    Reiserücktritts-Versicherung? Habe ich noch nie gehabt und auch sonst keine Versicherung mehr, alles gekündigt. Die Fluggesellschaft lässt sich zwar fünf Wochen Zeit aber dann bekomme ich mein Geld zurück. Zwar abzüglich einer Bearbeitungsgebühr aber die Versicherung wäre teurer geworden und außerdem sinnlos.
    Oman Air hat mich statt dessen nach Bangkok gebracht und ich drehe meine Runde über Laos und Kambotscha. Meine Aufenthalte in Hamburg werden von Jahr zu Jahr kürzer. Da sind es plötzlich am 8. August unter 10 Grad Außentemperatur und Hans seine Wohnung ist auch kalt. Wer rechnet schon mit solch lausiger Kälte Anfang August und stellt den Nachtspeicherofen an?
    Nun sitze ich hier in Kampot, will über Thailand und Malaysia wieder nach Indien und Parotha essen, Lassy genießen und dort Freunde besuchen aber habe plötzlich ein ernsthaftes Problem.
    Hans, bei dem ich wohne, wenn ich in Hamburg bin und der Generalvollmacht von mir hat, hat sich seit sechs Wochen nicht mehr gemeldet, sein Vermieter weiß angeblich von nichts und hält mich hin.
    Es geht mir nicht um meine Sachen oder so aber irgendwann enden die Kreditkarten, der Reisepass ist noch über mein Ableben hinaus gültig, hat aber auch nur noch 11 freie Seiten. Frau Merkel braucht meine Stimme nicht um die nächste Wahl zu gewinnen, hätte die ohnehin nicht bekommen aber sollte Hans nicht mehr leben, brauche ich eine neue Adresse bei einem anderen Freund wo ich mich melden kann, auch wenn ich dort nur ein paar Hausschuhe hinstelle.

    Ja, so ist das mit mir. Bin ich nun ausgewandert? Ich wollte doch nur noch die Pyramiden sehen bevor mich der Krebs tödlich zwickt und nun bin ich schon sieben Jahre obdachloser Weltenbummler und erfreue mich bester Gesundheit – auch Ärzte können sich irren!

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    • Hallo Manfred,

      ganz ehrlich: Ich habe gerade deinen Kommentar gelesen und bin den Tränen nah. Wir habe vor kurzem in der Familie eine harte Krebsdiagnose erhalten und daher glaube ich, dass ich ungefähr(!!!) nachvollziehen kann, wie es dir geht bzw. welche Fragen und Sorgen dich plagen. Ich finde es absolut bemerkenswert, dass du mit dieser Diagnose solche Reisen auf die Beine gestellt hast und noch immer tust. Ich ziehe den Hut vor dir und dem Umgang mit deiner Krankheit. Es tut mir sehr leid, dass auch dich der Krebs plagt. Ich hoffe dass du noch lange lange deinen Reisen nachgehen und die Welt entdecken kannst.

      Ich danke dir von Herzen für deinen ausführlichen Kommentar. Danke, dass du deine Geschichte mit uns teilst und vielleicht auch einigen Lesern (so wie mir) Hoffnung gibst. Hoffnung und Kraft dafür immer weiterzumachen und sich von Diagnosen nicht beirren zu lassen.

      Ich wünsche dir alles Liebe und vor allem eine große Portion Gesundheit!!!

      Viele Grüße
      Gaby

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