Burn-out

20.06.14

Wenn eines Tages nichts mehr geht, steht fest, dass akute seelische und körperliche Missstände lange Zeit missachtet oder unterdrückt wurden. Was dann folgt, ist der Burnout. Stress gehört in der modernen Arbeitswelt scheinbar zum Alltag. Doch muss man das tatsächlich hinnehmen? Sicherlich nicht! Lösungen gibt es viele. Doch sie erfordern Konsequenz und sofortiges Handeln.

Anzahl stressbedingter Erkrankungen steigt

Da der Leistungsdruck in der Gesellschaft kontinuierlich steigt, wächst auch die Anzahl an stressbedingten Erkrankungen seit langem markant. Von leichten depressiven Verstimmungen bis hin zum Totalausfall ist alles vertreten. Die Facetten eines Burnouts sind vielseitig. Bis tatsächlich nichts mehr geht und der totale Zusammenbruch folgt, gibt uns unser Körper in der Regel einige Warnhinweise. Doch viele übersehen sie oder wollen sie einfach nicht erkennen.

Ein dauerhaftes Standhalten des Leistungsdrucks ist für viele Arbeitnehmer nicht mehr möglich. Zu groß sind die Erwartungen und der persönliche Druck. Auch ein fehlender Ausgleich in der Freizeit kann dazu beitragen, dass das Stresslevel ständig steigt. Wird ein Burnout nicht rechtzeitig behandelt, kommt es irgendwann soweit, dass die tägliche Arbeit nicht mehr erledigt werden kann. Es folgt die Arbeitsunfähigkeit. Ein Desaster ist der heutigen Zeit. Schließlich ist die Gesellschaft seit vielen Jahren darauf programmiert einfach zu funktionieren. Wer ins perfekte Bild nicht mehr passt, wird früher oder später „aussortiert“.

Wenn der Job schuld ist

Für viele Gestressten, die direkt auf einen Burnout zusteuern, ist der aktuelle Job das Problem. Nicht nur eine Überforderung kann zum Burnout führen. Auch Mitarbeiter, die unterfordert sind, leiden auf Dauer maßgeblich. Die Umstände am Arbeitsplatz können gleichermaßen dazu führen, dass jeden morgen mit Bauchschmerzen und Ängsten aufgestanden wird. Mobbing, boshafte Vorgesetzte oder ähnliches spielen eine Rolle. Spätestens wenn das Unwohlsein unerträglich wird, sollte der Arbeitgeber gewechselt werden. Stellenanzeigen gibt es bei Online-Jobbörsen wie beispielsweise ingolstadtjobs.de ja reichlich für diverse Regionen und Branchen. Noch besser ist es aber, wenn man vor dem psychischen Dilemma zur Kündigung greift, um weiterhin arbeitsfähig zu bleiben. Wer zu lange wartet, schadet sich selbst. Auf Dauer sollten sich Betroffene klar machen, dass das Problem niemals verschwinden wird. Der Teufelskreis wird weiterhin seine Bahnen ziehen bis am Ende der Körper streikt. Und der Wechsel des Jobs darf keinesfalls als Kapitulation betrachtet werden. Vielmehr schützt man damit sich selbst und sichert seine Zukunft. Dieses Recht sollte sich jeder nehmen.

Burnout feststellen

Vielen fällt es schwer, sich einzugestehen, dass es nicht mehr weitergeht. Viele brauchen erst die Bestätigung für den Burnout um endlich loslassen zu können. Ein Beleg quasi dafür, dass ein Jobwechsel oder eine andere markante Änderung der Lebensumstände unausweichlich ist. Ich denke, dass es einfach unheimlich schwer fällt, zuzugeben dass ein Punkt erreicht wurde, an dem die persönlichen Grenzen überschritten sind. Für viele ist ein Burnout noch immer ein Zeichen für persönliches Versagen.

Folgende Symptome können auf eine Depression hindeuten:

  • starker Widerwille beim Gang zur Arbeit
  • starke Stimmungsschwankungen
  • Frustration
  • Gereiztheit
  • Lustlosigkeit
  • Ängste
  • Innere Unruhe
  • Schlafprobleme
  • Erschöpfung
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen

Ursache finden

Oberstes Ziel beim Bekämpfen eines Burnouts ist das Finden der Ursache. Nur wenn klar ist, warum der Zusammenbruch droht beziehungsweise geschehen ist, kann aktiv an der Heilung gearbeitet werden. Häufig wissen die Betroffenen genau, warum es ihnen schlecht geht. Nur wollen sie es nicht zugeben oder kämpfen strategisch dagegen an. Falls jedoch tatsächlich keine Ursache ausgemacht werden kann, sollten Betroffene sich ausreichend Zeit nehmen und ihren Alltag analysieren. Wann ist die Frustration am größten? Wann tritt das schlechte Gefühl im Bauch auf? Welche Gedanken sorgen für Kopfzerbrechen? Derartige Fragen können möglicherweise zur entscheidenden Antwort führen. Wenn die Ursachenfindung allein nicht funktioniert, ist professionelle Hilfe in der Regel unverzichtbar.

Nicht immer liegt ein Burnout direkt am Arbeitgeber. Oft leiden Menschen unter Burnouts weil sie dem erhöhten Druck nicht standhalten können und intern schlecht organisiert sind. Schlechte Arbeitsaufteilung und Zeitplanung sind zwei wesentliche Punkte, die den Alltag zur Hölle machen können. Optimierungsbedarf beim persönlichen Zeitmanagement besteht vielerorts. Mit ein paar Änderungen der Arbeitsabläufe und der persönlichen Organisation lässt sich schon viel erreichen. Hierzu gibt es sehr gute Literatur und Seminare, die bei der Herausforderung die individuellen Arbeitsbedingungen zu verbessern, wirkungsvoll helfen.

Auch Änderungen seitens der Arbeitgeber können positiv zur Arbeitsatmosphäre beitragen und das Risiko von stressbedingten Krankheiten und damit Ausfällen der  Mitarbeiter minimieren. Arbeitgeber, die zukunftsorientiert und weitsichtig handeln, nehmen diese Thematik ernst.

Der langsame Prozess und das Gift in uns

Ein Burnout beginnt lange bevor wir es merken, mit seiner „Entwicklung“. Im Körper braut sich die Gefahr lange vor dem Zusammenbruch zusammen. Ein interessanter Beitrag dazu habe ich auf dem Youtube Channel von „Welt der Wunder“ gefunden. In einem ausführlichen Video wird anschaulich beschrieben, wie das Stresshormon „Cortisol„, das grundsätzlich lebensnotwendig ist für uns, im Falle eines langsam einschleichenden Burnouts verheerendes anrichtet. Es werden durch den Stress einige Vorgänge im Körper angestoßen, die weitaus schlimmere Folgen haben, als man es vielleicht erwartet. Vielleicht helfen die Erklärungen der Experten im Video einigen Betroffenen, um den Burnout als Krankheit einzustufen und nicht als Lapalie. Ich finde in dem Bericht wird deutlich, wie wichtig es ist rechtzeitig zu handeln und die körperlichen Signale ernst zu nehmen!

Über den Autor: Gaby

Ich bin Gaby, Unternehmerin und Bloggerin. Ich hoffe euch gefallen die Artikel und freue mich immer über Feedback oder wenn ihr die Artikel bei Gefallen teilt ;-)

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