Dresscode

07.08.17

Egal ob Webworker, Manager, Automobilhändler, Blogger oder Freiberufler: Jeder Mann kommt in Situationen, wo ein überzeugender Auftritt gefragt ist. Selbstbewusstsein allein reicht bei Geschäftsmeetings, Kundengesprächen und Co. leider nicht. Stattdessen trägt das Outfit maßgeblich zum ersten Eindruck bei und vermittelt im Idealfall Seriosität, Kompetenz sowie Vertrauen. Damit der Business-Dresscode gelingt, gilt es Styling-Sünden zu meiden und mit gekonnt arrangierter Garderobe zu punkten. Wir haben Tipps und Trends zum Thema zusammengestellt.

Bitte nicht nachmachen! Styling-Sünden im Fokus

Zu den absoluten No-Gos im Geschäftsleben gehören schmutzige Schuhe und weiße Socken bei dunklen Anzügen. Gleichermaßen peinlich sind zu kurze, weite, enge oder zu lange Hosen. Auch zu lange Ärmel bei Hemden sind tabu. Rund ein Zentimeter dürfen die Hemdsärmel aus dem Sakko schauen, mehr bitte nicht! Der Anzug muss generell gut sitzen. In Sachen Peinlichkeiten sollte auch der Hemdkragen ganz genau im Auge behalten werden. Ist der zu weit geöffnet, kommt das bei Geschäftsterminen nicht gut an. Auch der letzte Knopf sollte bei wichtigen Terminen geschlossen sein.

Vorsicht geboten, ist zudem bei der Krawatte. Fehler sind hier vorprogrammiert. Sitzt das Accessoire schief, zu locker, unordentlich oder wurde farblich nicht abgestimmt, macht das schnell den gesamten Look zunichte. Grundsätzlich wäre es ratsam, nicht ständig komplizierte Knoten zu testen und sich selbst zur Verzweiflung zu bringen, sondern besser auf bewährte Klassiker zu setzen (siehe Video unter „Tipps“).

Gürtel vergessen? Dumm gelaufen, denn der Gürtel sollte beim Business-Look nie fehlen. Selbst dann nicht, wenn ihr eigentlich gar keinen braucht. Sind Gürtelschlaufen vorhanden heißt es: Gürtel rein!

Tipps zur Business-Garderobe

  • Anzug: Dunkle Farben bei Anzügen vermitteln Kompetenz, Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Helle Farben hingegen sind weniger ratsam, weil sie  Inkompetenz ausstrahlen. Bei konservativen Unternehmen sind klassische Anzüge ideal. Farbliche Experimente sollten man hier nicht oder nur sehr zurückhaltend machen. In einer kreativen Agentur, als Blogger oder bei ähnlichen Positionen der eher lockeren Branche sind Trends hingegen ok. Wer es sich leisten kann, investiert am besten in einen maßangefertigten Anzug. Perfekte Passform ist dabei gewährleistet.
Anzug
  • Hemd: Damit ein dunkler Anzug nicht zu eintönig rüberkommt, sind Hemden in hellen Farben wie Weiß, Hellgrau oder Hellblau optimal. Wichtig ist auch der Blick auf Knöpfe und Kragensteg: Beide Elemente sollten sich nicht farblich vom Hemd abheben, wie es bei Freizeithemden oft der Fall ist. Sind die Knöpfe dennoch farbig gestaltet, muss die Krawatte den gleichen Farbton aufweisen. Ihr seid verunsichert und von der Masse an Auswahl überwältigt? In der Kategorie für Business Hemden von van Laack profitiert ihr im Onlineshop von einem praktischen Filtersystem, das es erlaubt Schnitte, Kragentyp, Farbe und weitere Elemente individuell festzulegen. Das beschleunigt die Auswahl und erleichtert den Einkauf insgesamt. Mit derartigen Shops könnt ihr wertvolle Zeit sparen. Achtet aber online immer auf authentische Produktfotos und die Material- und Pflegehinweise!

 

  • Krawatten: Sind immer dunkler als die Farbe des Hemdes. Auf Krawatten-Nadeln wird inzwischen völlig verzichtet und Muster sind zurückhaltend auszuwählen. Alles, was das Gegenüber ablenkt, ist nachteilig. Abhängig von der Konfektionsgröße wird die Breite der Krawatte ausgesucht: Je größer die Größe, desto breiter die Krawatte. Im Video wird erklärt, wie der einfache Knoten gebunden wird, einfacher geht´s wirklich nicht:

Fotos und Anleitungen zu wichtigen Krawattenknoten haben wir unter www.krawattenknoten.org entdeckt.

  • Einstecktücher: Einstecktücher gehören nicht mehr zu den gängigen Accessoires für Anzüge. Sie lassen das Outfit schnell übertrieben erscheinen. Manche Branchen und Betriebe bestehen jedoch darauf.

 

  • Socken: Bitte die Socken immer so tragen, dass beim Sitzen keine Haut hervorblitzt. Auch Aufdrucke oder gemusterte Socken sind beim Großteil der Outfits unpassend. Bei einfarbigen Modellen in geeigneten (dunklen) Farben kann man nichts falsch machen.

Trends – Von bunten Socken bis Brogues

Ein Trend, der in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufsehen gesorgt hat, ist das Tragen farblich auffälliger Socken auf Anzüge. Keine Frage: Knallige Sockenfarben oder Muster können ein Statement sein. Das Problem ist, dass dieser Trend nicht immer vorteilhaft ist. Männer, die in der Modebranche oder einem kreativen Markt zuhause sind, können sich solche Sachen leisten und ihrem Look damit das gewisse Extra verleihen. Bei Banken, Versicherungsgesellschaften oder ähnlichen Branchen könnte es jedoch einen falschen Eindruck erwecken. Deshalb gilt: Trends müssen zur Branche, dem Unternehmen und der Persönlichkeit des Trägers passen. Alles andere kann schnell lächerlich aussehen.

Ein Trend, der den kommenden Herbst für viele Männer angenehm prägen wird, betrifft Hosen. Weite, lange Hosen aus Wolle in sehr schicken Farben kommen mit lässigem Schnitt daher, ohne dabei zu sehr nach Freizeit auszusehen. Oft sind sie meliert. Beim Anzug sind die drei Farben Anthrazit, Nachtblau und Braun im Kommen.

Platz für Individualität bringen vor allem Krawatten mit sich. Ratsam ist der Griff zu Seide und schlichten Mustern. Mit Farbe könnt ihr gezielt Nuancen setzen. Während Blau zum Beispiel Ruhe ausstrahlt, eignet sich Orange für kreative Köpfe und Rot für alle, die es auffällig mögen. Abheben von der breiten Masse geht auch mit einem sportlichen Schnitt beim Anzug oder einem modischen Hemdkragen wie den Kent-Kragen-Typen Global Kent, New York Kent oder Urban Kent.

Unter den Schuhen bleiben Oxfords und Brogues weiterhin im Trend. Diese Modelle strahlen Exklusivität, Klasse und Professionalität aus. Alles, was der erfolgreiche Mann sich wünscht. Glänzt das Schuhwerk darüber hinaus, hat das einen nicht zu unterschätzenden positiven Effekt. Ihr wirkt gepflegt, seriös und kompetent. Beim Schmuck ist weniger mehr. Eine gute Uhr, die Wertigkeit und Zuverlässigkeit symbolisiert und höchstens zwei Ringe sind das Maximum.

Mode

Dresscodes entschlüsseln

Euer Arbeitgeber beziehungsweise die Branche, in der ihr tätig seid, verlangt nach einem bestimmten Dresscode? Die folgenden Kurzbeschreibungen können als Orientierung dienen:

  • Baseline Casual

Der Baseline Casual Look zeichnet sich durch dunkle Jeans (ohne Waschungen), geschmackvolle Sneakers und stilvolle Polohemden aus. Auch schöne T-Shirts sind je nach Unternehmen in Ordnung.

  • Mainstream Casual

Bei Mainstream Casual können Männer Leinen- oder Chino-Hosen zu lockerem Sakko und Hemd tragen. Obenrum sind alternativ schicke Pullover und Shirts angesagt. Elegante Schuhe dürfen nicht fehlen.  Insgesamt geht es hier um die perfekte Mischung aus leger und schick.

  • Business Casual

Mit Jeans geht bei Business Casual nichts. Stattdessen braucht ihr Anzughose, Hemd und Sakko. Alternativ zum Sakko kann ein Strickpulli zum Einsatz kommen. Der obere Knopf am Hemd darf offen bleiben und die Krawatte bleibt im Schrank.

  • Boardroom attire

Bei Boardroom attire wird es deutlich formeller. Schwarzer / dunkelgrauer Anzug, weißes Hemd, einfarbige Krawatte und eine insgesamt gute Qualität sind bei diesem Dresscode entscheidend.

  • Black Tie

Schick, Schicker, Black Tie. So könnte man es kurzfassen. Dieser Dresscode verlangt nach Smoking und schwarzer Fliege. Im Geschäftsalltag ist dieser Look nur selten gefordert. Bei einer Gala oder Preisverleihung aber durchaus üblich.

Fazit

Denkt immer daran: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance! Daher solltet ihr euch bei der Garderobe im Business Mühe geben. Unsere Empfehlung: Kauft euch lieber einige wenige hochwertige Textilien, als viel billiger Kram. Denn neben Schnitten, Passform, Farben und besonderen Accessoires hat die Qualität der Garderobe maßgeblichen Einfluss auf euren Auftritt.

Tipps für die Geschäftsfrau findet ihr übrigens bei Elle online.

Weitere Beiträge und Wissenswertes zum Thema Business gibt´s hier.

 

Bildquelle: imedias (Titelbild),  fudowakira0 (Bild 2), Pexels (Bild 3) / https://pixabay.com

Über den Autor: Gaby

Ich bin Gaby, Unternehmerin und Bloggerin. Ich hoffe euch gefallen die Artikel und freue mich immer über Feedback oder wenn ihr die Artikel bei Gefallen teilt ;-)

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