Das Streben nach Geld – oder wie war das?

aboutpixel.de © Dot Com ••
Wenn man Menschen fragt, was sie erreichen wollen, bekommt man häufig als erste Antwort: „Ich will viel Geld verdienen“ oder „Ich will Millionär werden“.
Nun gibt es erst mal nichts daran auszusetzen. Ok, man könnte sagen dass die Aussage „viel Geld verdienen“ KEIN klar definiertes Ziel ist. Ein „Pseudoziel“ das sich nicht verfolgen lässt.
Das größere Problem ist vielmehr, dass die meisten dieses Ziel als Voraussetzung sehen, glücklich zu sein. Nur wenn sie Summe X verdienen sind sie glücklich.
Hmmm…..soll so das Ziel des Lebens aussehen. Was wenn es nicht klappt? Ist man dann ein Leben lang unglücklich?
Ich denke Sie sehen das Problem! In unserer Gesellschaft wird das finanzielle Ziel zu hoch eingestuft. Ich will nicht sagen das Geld unwichtig ist…keinesfalls! Man braucht es um zu leben, sich zu ernähren, ein Dach über dem Kopf zu haben, usw. Das ist klar. Und je mehr Geld man verdient oder besitzt, umso weniger Sorgen muss man sich machen wie man sein Leben finanziert. Aber als Voraussetzung fürs glücklich sein, darf man es nicht erklären. Das geht in den meisten Fällen in die Hose.
Sie sehen also: Sich Geld als oberstes Ziel zu setzen macht nicht nur keinen Sinn, sondern ist auch kontraproduktiv.
Viele streben aber nicht nur nach Geld, sondern einfach nach mehr Geld wie z.B. der beste Freund, die beste Freundin, der Arbeitskollege, die Arbeitskollegin, usw.
Ein Beispiel für diese Denkweise: Sie bekommen eine Gehaltserhöhung. 200€ im Monat mehr. Super, Sie freuen sich nun darüber, dass Sie mehr Geld haben und die monatlichen Fixkosten nun ohne Probleme zu begleichen sind. Sie freuen sich noch mehr, dass Sie mehr Geld wie Ihr Gegenüber in der Firma haben. Wir vergleichen uns ja immer so gerne mit anderen.
Klasse Sache…..bis Sie erfahren, dass der Gegenüber schon seit 5 Jahren mehr verdient als Sie es jetzt tun. Also sind Sie wieder unglücklich und streben nach mehr Geld.
Und wenn es jetzt ganz dumm kommt, gibt es kaum noch Chancen auf eine weitere Gehaltserhöhung in Ihrem Unternehmen. Und nu?
Geld ist also ein Ziel, dass nicht an oberster Stelle stehen darf. Es wird weder primär zum glücklich sein benötigt, noch bringt es Ihnen im Leben etwas, wenn Sie mehr als Ihr Gegenüber verdienen. Wer dem Geld mehr Bedeutung schenkt, als Zufriedenheit, Lebensfreude, Familie, Freund oder Gesundheit, der wird sich ewig in einem Teufelskreis befinden. Ein Teufelskreis, bei dem am Türschild schon steht: „Kommen Sie rein und werden Sie reich und unglücklich!“
Eine bestimmtes monatliches Einkommen zu haben um sich dadurch einen bestimmten Lebensstandard zu erfüllen, ist ein legitimes Ziel. Das habe ich auch, keine Frage.
Fazit: Legen Sie Ihr Hauptaugenmerk darauf, das andere Lebensbereiche funktionieren. Das Umfeld, die eigene Einstellung und die Gesundheit.
Sorgen Sie dafür, dass Sie die Tätigkeit ausüben, die Ihnen Freude bereitet und in der Sie sich selbst verwirklichen können.
Und wenn das passt, dann können Sie mit Ihrer Tätigkeit auch Erfolg haben und finanzielle Ziele anstreben.
Geld macht nicht glücklich, man muss vorher glücklich sein!
cateogories: Allgemein, Arbeit und Beruf, Glück, Selbsthilfe, Zielsetzung, Zufriedenheit
Duran
19.06.2010 at 15:06
Ich stimme dir volkommen zu. Geld sollte keine Vorraussetzung sein um glücklich zu sein. Man sollte es jedoch als eines von vielen Zielen sehen. Denn ohne Geld hat man in unserer Zeit keine “Existenz”(vorsichtig ausgedrückt).
Duran
21.06.2010 at 14:59
Kein Problem Ralf.
Dennis Schulz
05.07.2010 at 00:45
Hallo Ralf,
deiner Kernaussage das Geld nicht alles ist und vor allen Dingen nicht glücklich macht stimme ich völlig zu. Ich persönlich bin in meinem Beruf als Krankenpfleger schon oft Menschen begegnet die zwar ein gutes finanzielles Auskommen hatten, sich jedoch darüber auch nicht ihre geschädigte Gesundheit wiederherstellen konnten. Weiterhin möchte ich noch zu deinem beschriebenen Teufelskreis noch hinzufügen, das der Neid und die Mißgunst das es anderen gut geht ein weit verbreitetes Problem gerade in Deutschland ist. Interessanterweise rücken Menschen immer nur bei Katastrophen zusammen.
Vielleicht sollten wir das Tauschgeschäft wieder einführen ?!?
Ich finde deinen Artikel sehr ansprechend.
Gruß Dennis